Schippern ohne Führerschein beliebt

Seit zehn Jahren können die Gewässer zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auch ohne Führerschein befahren werden. Das vor zehn Jahren eingeführte Bootfahren ohne Führerschein hat dem Wassertourismus einen Aufschwung beschert.

Jährlich nutzten etwa 12000 Menschen die Chance, allein mit einem Haus- oder Sportboot los zuschippern. Die Regelung gilt fast uneingeschränkt für das größte Wassersportrevier Mitteleuropas – die Havel nördlich von Berlin und die Mecklenburgische Seenplatte bis Schwerin. Die Vereinbarung wurde im Jahr 2000 eingeführt. So können Freizeitkapitäne nach drei Stunden Einweisung per „Charterschein“ von Zehdenick nördlich von Berlin bis zur Müritz und über die Müritz-Elbe-Wasserstraße bis zur Elbe schippern. Auch auf der Unteren Havel und den Storkower Gewässern gilt diese Regelung. Mit dem „Charterschein“ können Motorboote bis zu 15 Metern Länge und bis zu einer bestimmten PS-Leistung ohne Bootsführerschein gefahren werden. An Sportbootunfällen sind solche Schiffstouristen nach Angaben der Wasserschutzpolizei nur in wenigen Fällen beteiligt. Ein Grund dafür dürfte eine Kaution sein, die die Hobbykapitäne zurückerhalten, wenn sie das Sportboot unversehrt wieder abliefern. Ein Teil der Hobbykapitäne erwirbt später einen Bootsführerschein, um auch größere Schiffe fahren zu können.

Schippern ohne Führerschein beliebt

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