Rund um Schwerin verbinden Fahrradrouten die Herrensitze

Glanzvolle Schlösser kuscheln sich in die traumhafte Landschaft Mecklenburg-Schwerins: umgeben von romantischen Gärten, glitzernden Wassern und stillen Wäldern. Hier trifft Mecklenburgs Geschichte auf eine intakte Natur, die sich am besten auf dem Fahrradsattel erleben lässt.

Die beeindruckenden Zeugnisse einer wechselhaften Vergangenheit machen den Reiz der Region rund um die kleinste, aber schönste Landeshauptstadt aus. Verträumte Schlösschen, herrschaftliche Gutshäuser und weitläufige Parkanlagen erzählen Geschichten aus anderen Zeiten und lassen Besucher zu Reisenden durch die Jahrhunderte werden. Die über 850 Jahre alte Residenzstadt Schwerin lockt als kulturelles Zentrum mit ihrem berühmten Schloss, einer historischen Altstadt, einem imposanten Dom sowie einem reichen Kulturerbe. Neben städtischem Kunst-, Musik- und Gartengenuss liegt im Herzen Mecklenburgs das Naturerlebnis ganz nah: Herrliche Landschafts- und Naturschutzgebiete durchziehen die Region und laden ein, die ehemaligen Herrensitze und Residenzen mit dem Fahrrad zu erkunden.

Zwei thematische Rundtouren führen interessierte Radwanderer von Schloss zu Schloss.

Residenzstädte-Rundweg: Wo einst der Adel regierte

Auf 282 km führt diese als Rundtour konzipierte Fahrradtour in 5 Etappen zu den Residenzstädten Westmecklenburgs. Start und Ziel ist Schwerin, dessen Schloss mit seinen goldenen Dächern und filigranen Türmchen zu den bedeutendsten Schöpfungen des romantischen Historismus in Europa gehört. Entlang des Schweriner Sees geht es vorbei an Wiligrad, dem jüngsten Schloss der herzoglichen Familie, Richtung Norden. Schon von weitem erblickt man die kolossalen Backsteinkirchen der Hansestadt Wismar. Seinerzeit gingen hier reich beladene Koggen vor Anker. Heute lädt die liebevoll restaurierte Altstadt zum Bummeln und Flanieren ein. Landeinwärts geht die Fahrt weiter über die ehemaligen Klosteranlagen in Neukloster nach Bützow an der Warnow. Der kleine Ort war schon im 13. Jahrhundert Bischofssitz, später für einige Jahrzehnte sogar Universitätsstadt. Auf dem Weg wird man mit weiten Blicken in die westmecklenburgische Landschaft belohnt.

Die Reise führt weiter nach Güstrow: die Residenzstadt mit seinem imposanten Renaissance-Schloss, dem verspielten Lustgarten und der malerischen Altstadt verzauberte bereits den weltberühmten Künstler Ernst Barlach. Sein Atelierhaus am Inselsee ist heute ein Museum. Durch das wildromantische Tal der Nebel, die weiten Wälder des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide und entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße führt der Rundweg vorbei am Kloster Dobbertin und der Burg Neustadt-Glewe nach Ludwigslust. Die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und zählt heute mit Schloss, Park und Stadtanlage zu einem der schönsten norddeutschen Barock-Ensembles. Die letzte Etappe führt durch das Landschaftsschutzgebiet „Lewitz“: unzählige Kanäle und ausgedehnte Wiesen begleiten den Radler bis vor die Tore Schwerins.

Eine ausführliche Beschreibung des Residenzstädte-Rundwegs sowie weiterer Radfern- und Radrundwege in ganz Mecklenburg-Vorpommern mit Übersichtskarten sowie Beherbergungs- und Ausflugstipps findet man in der Broschüre „Mit dem Rad durch den Norden“ des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. und auf der Website
www.auf-nach-mv.de/radwandern.

Gartenroute: Musische Schlossgärten

Ebenso wie die herrschaftlichen Bauten laden auch die malerischen Schlossparks und Gärten der ehemaligen Residenzen zu Entdeckungstouren ein. Die Gartenroute „Musische Schlossgärten“ führt zu zehn traumhaften Gärten und zu weiteren grünen Kleinoden am Wegesrand, die das Herz des Gartenfreundes höher schlagen lassen: gemütlichen Gartencafés, gut sortierten Gärtnereien und spektakulären Aussichtspunkten. Eine Mehrtagestour mit dem Drahtesel, per pedes oder mit dem Auto ist dabei ebenso möglich wie der Sonntagsausflug zu einem der Gärten mit seinen benachbarten Sehenswürdigkeiten.

Der Weg führt durch die Festonallee von Bothmer, über Küstenstrecken und vorbei an Gutshäusern, die mit Bioköstlichkeiten aus eigenem Anbau bewirten. In den vielen Schlossgärten haben die Musen in Vielgestalt ihre Spuren hinterlassen. Im Mueßer Dorfschullehrergarten sangen einst Schulkinder ihre Weisen und in Landschaftsparks lässt sich seltenen Vögeln lauschen. Plätschernde Wasserkünste bezaubern in Ludwigslust und Schwerin, wohingegen am Landgestüt Redefin Pferde den Takt angeben. Andernorts bereichern Klostergärten mit ihren Klängen. Die Gärten der Route laden nicht nur zu Orchester und Gartenfest, man begegnet oft auch einer Symphonie der Stille, wo Naturmelodien und das Rauschen des Windes in den Wipfeln mächtiger alter Bäume spielen.

Weitere Details zu den einzelnen Gärten der Route „Musische Schlossgärten“ und zum Gesamtprojekt „Gartenrouten zwischen den Meeren“ gibt es auf der Internetseite www.gartenrouten-sh.de. Auch Tipps zu Gärtnereien, Gartencafés oder Literatur sind hier zu finden.

Sorglos-Paket für Radwanderer

Wer die wunderbare Mischung aus Naturerlebnis und Kulturgenuss rund um die Schlossstadt Schwerin noch intensiver auskosten will, bucht ein Rundum-Sorglos-Arrangement für Radler: Es umfasst drei
Hotelübernachtungen, Leihräder, das Schwerin-Ticket für die freie Fahrt mit dem Nahverkehr und viele Vergünstigungen. Naturfreunde können sich besonders freuen: Eine Biberführung nahe der Warnow ermöglicht nie gesehene Einblicke in das Leben der selten gewordenen Baumeister.
Information und Buchung: auf www.schwerin.info/kurzreisen oder unter Tel.: 0385-5925271

Arrangement „Mit dem Rad unterwegs“
Erkunden Sie die Schweriner Seenlandschaft im Sattel eines Drahtesels.

3 Übernachtungen inkl. Frühstück
Fahrrad für 2 Tage
Rad-, Wander- und Gewässerkarte
Schwerin-Ticket für 2 Tage mit Ermäßigungen auf Sehenswürdigkeiten
Biberführung am Schweriner See
Reiseführer Schwerin

Preis: ab 165,00 € p.P. im DZ

Rund um Schwerin verbinden Fahrradrouten die Herrensitze

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