Mecklenburg-Vorpommern per Rad entdecken

Am blauen Wasser entlang, durch sonnengelbe Raps- und tiefrote Mohnfelder oder durch satte grüne Wälder – neun Radfernwege und zahlreiche Rundtouren führen Radfahrer kreuz und quer durch Mecklenburg-Vorpommern. Sozusagen open air entdecken Sport- und auch Freizeitradler das Land auf 2.500 Kilometern Fern- und 5.500 Kilometern Rundwegen. Sowohl Neuaufsteiger als auch erfahrene Pedalritter finden im Land zwischen Ostsee und Müritz, Elbe und Haff, entlang der schroffen Steilküste oder an einem der glitzernden Seen eine passende Tour – gerade Strecken wie auf Fischland-Darß-Zingst oder hügelige Herausforderungen wie in der Mecklenburgischen Schweiz.

Gäste führt beispielsweise der Ostseeküsten-Radweg von Lübeck über die Insel Rügen bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom. Radler durchqueren dabei malerische Küstenlandschaften genauso wie mondäne Seebäder, allen voran Heiligendamm, das 1793 als das erste in Deutschland gegründet wurde. Der internationale Radfernweg Berlin-Kopenhagen kann bequem auch mit Elektrorädern genutzt werden. An insgesamt 57 Ladestationen können Nutzer von Elektrofahrrädern entlang des Weges auftanken. Neu hinzugekommen ist der Elbe-Müritz-Radweg, der die Elbe-Flusslandschaft mit der Mecklenburgischen Seenplatte verbindet. Mit insgesamt 410 Kilometern führt er beispielsweise vorbei am Elefantenhof in Platschow, durch Plau am See, zum Agroneum in Alt Schwerin oder durch Waren an der Müritz.

Alle neun Radfernwege können Radtouristen auf einer Karte überblicken. Die vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern herausgegebene Übersicht weist ihnen den Weg kreuz und quer durch Mecklenburg-Vorpommern. Farblich unterschiedlich gekennzeichnet, findet der Urlauber den Ostseeküstenradweg, den Radweg Hamburg-Rügen, den Mecklenburgischen Seen Radweg, den Elbe-Müritz-Rundweg, den Havel-Radweg, den Radweg Berlin-Usedom, den Elberadweg und darüber hinaus die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub mit vier bzw. drei Sternen ausgezeichneten Oder-Neiße-Rundweg sowie den internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen auf der Karte vor. Auf der Rückseite finden sich Kurzbeschreibungen und Streckendetails zu den einzelnen Routen.

Gäste, die auf kleineren Touren den Nordosten erkunden möchten, führen Rundtouren beispielsweise sternförmig um Orte und Städte oder aber zu verschiedenen Themen durch das Land. Auf eine Entdeckungstour zu Schlössern begeben sich Radler etwa in der Mecklenburgischen Schweiz. Sie erleben entlang der Strecke alte Herrensitze in Prebberede, Teschow, Schorssow oder Ulrichshusen. Zu fast jedem Schloss gehört auch ein traumhafter Landschaftspark, der häufig nahtlos in die üppige Natur übergeht. Auch die monumentalen Kirchen aus Backstein, die uns die Baumeister der Hansezeit hinterlassen haben, entdecken Radfahrer auf einem Rundweg, der sowohl durch die Hansestädte als auch in kleinere Orte führt, die ebenfalls mit imposanten mittelalterlichen Denkmälern aufwarten können.

Ohne Gepäck durch den Nordosten

Radfahrer, die gern ohne Gepäck möglichst viele Orte kennen lernen möchten, können zwischen zahlreichen Angeboten wählen. Die „Tour de Müritz“ beispielsweise beinhaltet sechs Übernachtungen in Privathotels, in denen die Gäste mit einem Cocktail begrüßt und mit Drei-Gang-Genießer-Menüs und Radlervesper verwöhnt werden. Darüber hinaus ist der Gepäcktransfer im Arrangement enthalten. Geradelt wird einmal um die Müritz. Von der Hafenstadt und dem Heilbad Waren (Müritz) führt die Strecke in den Müritz-Nationalpark, vorbei an Wiesen, Seen und Mooren in Richtung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg mit ihrer romantischen Stadtmauer. Entlang des Tollensesees inmitten einer idyllischen Hügellandschaft führt die Tour in die schöne Residenzstadt Neustrelitz. Über das Städtchen Mirow mit seiner Schlossinsel und Fürstengruft geht es weiter durch Wald und Feld bis zum Gutshaus Ludorf am Westufer der Müritz. Radler streifen den Hafen in Röbel und genießen im Luftkurort Plau am See den Blick entlang der Elde. Weitere Informationen zum Arrangement: www.auf-nach-mv.de/urlaub-buchen/o-tour-de-mueritz

Eine Tour an der Ostsee lässt sich ebenfalls ganz ohne Gepäck bewältigen. In acht Tagen begeben sich Radler auf die Reise von Lübeck nach Stralsund. Die erste Etappe führt in die Hansestadt Wismar, deren Altstadt zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Weiter führt die Reise die Ostseeküste entlang des Salzhaffs, traumhaften Ostseestränden und einer wundervollen Boddenlandschaft der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst  bis nach Stralsund, das ebenfalls den Unesco-Welterbestatus genießt. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/urlaub-buchen/o-ostseeradweg-luebeck-stralsund

Beliebteste Radwege führen durch den Nordosten

Radurlaub im blau-grünen Norden ist Erfrischung pur, denn zur nächsten Bademöglichkeit muss man nie weit fahren. In Deutschlands Wasserreich Nummer eins rauscht und plätschert, fließt und sprudelt es überall. In der Mecklenburgischen Seenplatte südlich der knapp 2.000 Kilometer langen Ostseeküste glitzern mehr als 2.000 Seen. Viele Tausend Kilometer stiller Wasserstraßen verbinden die blauen Perlen. Naturbegeisterte staunen über die außergewöhnliche Vielfalt seltener Tiere und Pflanzen. Am Himmel schweben See- und Fischadler, Kraniche und Störche. Im Schilf tummeln sich Fischotter und Biber, und im Wasser spiegeln sich Seerosen, Schwertlilien und Orchideen. Weite Teile des Landes stehen unter besonderem Schutz. So gibt es drei Nationalparke, zwei Biosphärenreservate, sieben Naturparke und einen Geopark. Jede Jahreszeit überrascht mit sinnlichen Reizen. Im Frühling kitzelt der Duft nach Raps und Kastanienblüten die Nasen. Im Sommer können sich die Genießer für ein Stündchen ins Kornfeld betten oder unter einen reich beladenen Kirschbaum. Und wenn im Herbst der Sanddorn leuchtet, rüsten sich auf den Feldern Tausende Kraniche für ihren Flug in den Süden. Für Pausen und Übernachtungen bieten sich beispielsweise die Bett&Bike-Betriebe an, von denen etwa 260 überall im Land zu finden sind.

Für 23 Prozent der Gäste Mecklenburg-Vorpommerns ist Radfahren die wichtigste Urlaubsaktivität während ihres Aufenthaltes im Nordosten. Drei der durch Mecklenburg-Vorpommern führenden Radfernwege gehören laut aktueller ADFC-Radreiseanalyse zu den beliebtesten in Deutschland: Der Elberadweg hat mit 12,7 Prozent den Spitzenplatz, der Ostseeküsten-Radweg rangiert mit 6,3 Prozent auf Platz 3 und der Oder-Neiße-Radweg liegt mit 3,3 Prozent auf Platz 7. Am meisten befahren wurde 2013 der Elberadweg mit einem Anteil von 7,1 Prozent gefolgt vom Ostseeküstenradweg auf Rang zwei mit 6,1 Prozent.

Mehr Informationen gibt es auch unter auf www.auf-nach-mv.de/radwandern.

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