Boten des Frühlings: Die Kraniche kommen

Im Frühjahr lassen sich in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 4.000 Brutpaare beobachten

Untrügliches Zeichen für den Beginn des Frühjahrs ist das Eintreffen der Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern. Bis zu 70.000 Vögel werden in den kommenden Wochen auf der Durchreise durch Deutschland erwartet.

Die ersten Vögel sind schon da: Das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, südlich der Halbinsel Fischland Darß-Zingst gelegen, gibt an, dass bereits mehr als 300 Tiere in Günz beobachtet werden können. Dr. Günter Nowald, Leiter des Informationszentrums, spricht von einer „Kranichwelle“, die gerade aus Frankreich geballt ihren Weg in den Norden sucht. So seien Anfang März rund 70.000 Kraniche in Zentralfrankreich aufgebrochen. Der Großteil der Tiere verweilt in Deutschland nur übergangsweise, bevor es weiter Richtung Norden, nach Schweden und Finnland geht.

Im Frühjahr lassen sich in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 4.000 Brutpaare beobachten, doppelt so viele wie vor knapp 20 Jahren in ganz Deutschland. Informationen über die Koordinaten von vier Vögeln, welche 2013 und 2014 mit Sendern versehen wurden, erhält das Kranich-Informationszentrum täglich per SMS. Die Reise brachte sie von Frankreich, über Luxemburg bis zur Mecklenburgischen-Seenplatte. Besonders die Hochdruckgebiete der letzten Wochen begünstigen den Flug zu den Brutgegenden, in denen Naturinteressierte die Kraniche bald wieder bei ihren Balztänzen beobachten können. Einer dieser Plätze ist die Beobachtungsplattform am Grünzer See. Ab sofort stehen hier Kranich-Ranger mit dem Kranich-Info-Mobil bereit, um Fachwissen und Beobachtungstechniken an Besucher weiterzugeben.

Weitere Informationen: www.kraniche.de

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