Usedomer Musikfestival

Gidon Kremer und Baiba Skride präsentieren zum 17. Usedomer Musikfestival vom 25.09.-16.10.2010 die lettische Musiknation.
Das diesjährige Usedomer Musikfestival steht vom 25. September bis zum 16. Oktober 2010 unter dem Motto „Lettland – durch Musik zur Welt gebracht“. In über 40 Veranstaltungen zeigen sich der Reichtum, die Qualität und die tiefe Verwurzelung der musikalischen Tradition des baltischen Staates, der durch die Singende Revolution seine Unabhängigkeit erlangte. Künstler des Landes wie Gidon Kremer und die Kremerata Baltica, Baiba, Lauma und Linda Skride, Bassbariton Egils Silinš, Organistin Iveta Apkalna, Pianist Vestards Šimkus sowie der Lettische Rundfunkchor prägen die internationale Musikszene und sind zum Usedomer Musikfestival zu erleben.

Auf der deutsch-polnischen Insel Usedom beheimatet, widmet sich das Festival in diesem Jahr zusätzlich dem 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin in Veranstaltungen mit den bemerkenswerten Pianisten Boris Berezovsky und Ewa Kupiec sowie dem Musikkritiker und Schriftsteller Joachim Kaiser. Den diesjährigen Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, erhält das Almandin Quartett.

Eröffnet wird das Usedomer Musikfestival am 25. September in Peenemünde mit dem vom Festival und der Nord Stream AG 2008 gegründeten Baltic Youth Philharmonic. Zum ersten Mal vertraut Gründungsdirigent und Musikdirektor Kristjan Järvi die Leitung des Orchesters seinem berühmten Vater, Neeme Järvi, an. Solistin ist die Geigerin Baiba Skride, artist in residence. Die talentierten Studenten aller zehn Ostseenationen interpretieren Werke von Sibelius, Tschaikowski und des diesjährigen composer in residence, Pēteris Vasks. Das zweite Peenemünder Konzert am 16. Oktober, mit Werken von Tschaikowsky und Beethoven, bildet den Abschluss der Musiklandsaison 2010. Teodor Currentzis leitet das NDR Sinfonieorchester. Solist ist Lettlands erfolgreichster junger Pianist Vestards Šimkus, der zudem einen Klavierabend mit lettischen Kompositionen geben wird.

Die Vielfalt der lettischen Musikszene versucht das von Intendant Thomas Hummel und Dramaturg Jan Brachmann zusammengestellte Programm so weitreichend wie nur möglich abzubilden: Von Klassik bis Moderne, von Alter Musik bis zu Lettischem Flamenco. Als artist in residence zeigt sich Baiba Skride in der ersten Festivalwoche als Solistin im Eröffnungskonzert und als passionierte Kammermusikerin: im Duo mit ihrer Schwester Lauma (Klavier) und im Quartett, komplettiert durch ihre Schwester Linda (Viola) und Julian Steckel (Violoncello). Die letzte Woche wird von Gidon Kremer und der Kremerata Baltica, dem diesjährigen ensemble in residence, bereichert. Dieses Kammerorchester eroberte die Klassikszene im Sturm, wurde mit Auszeichnungen geehrt und tourt erfolgreich in Konzerthäusern und auf Festivals weltweit. Das von Gidon Kremer gegründete Ensemble mit Musikern aus dem Baltikum beeindruckt durch interpretatorische Qualität und immer wieder spannende, raffinierte Programmgestaltung. Zum Usedomer Musikfestival darf man auf zwei Abende (13. und 14. Oktober) gespannt sein.

Lettland als Nation des Gesanges mit einem Volksliederschatz von 1.2 Millionen Texte und 30 000 Melodien setzt solistisch wie chorisch internationale Maßstäbe. Zum Musikfestival wird Egils Silinš, der erfolgreichste Bassbariton des Landes, der auf Bühnen in Wien, New York und Mailand bejubelt wird, einen Liederabend gestalten (8.10.). Der Lettische Rundfunkchor und der Mädchenchor „Cantus“ vervollständigen die Gesangssparte. Für einen weiteren Höhepunkt sorgt das lettisch- dänische Bläserenemble „Carion“, das seinem Publikum mit einzigartiger Performance einen neuen Zugang zum klassischen Repertoire für Bläserquintett ermöglicht. Zwei Ausstellungen „Konzerttradition an der Ostsee“ und „Malerisches Lettland“ sowie ein Vortrag zur Musikkultur des baltischen Staates runden den Lettland-Schwerpunkt ab.

Weitere Informationen zum Festival und Kartenbuchungen unter der Telefonnummer 038378.34647 oder auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de und bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

0 comments Add yours

Kommentar verfassen