Konzert mit Saschko Gawriloff in der Villa Papendorf

Galakonzert in der Villa Papendorf bei Rostock am Samstag den, 15. März 2014 um 19:30 Uhr mit Saschko Gawriloff (Violine), Marie-Luise Neunecker (Horn) und Bruno Canino (Klavier) mit Werken von Brahms, Schumann und Ligeti.

Saschko Gawriloff

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Saschko Gawriloff ist ein international ausgezeichneter Violinist, der das Studium der Geige bei Walter Davisson in Leipzig und Martin Kovacz in Berlin aufnahm. Als Nachfolger Max Rostals leitete Professor Saschko Gawriloff eine Meisterklasse für Violine an der Hochschule für Musik in Köln und musizierte als Solist mit namhaften Orchestern und weltweit unter Dirigenten wie Sir Georg Solti, Pierre Boulez, Christoph von Dohnanyi, Michael Gielen und anderen. Gawriloff wurde bei mehreren internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, unter anderem in Genua mit dem Paganini-Preis und mit dem „Grammy for Best Chamber Music Performance“ in Los Angeles. Zeitgenössische Komponisten wie György Ligeti, Mauricio Kagel, Bruno Maderna, Wolfgang Rihm, Isang Yun oder Alfred Schnittke verdanken ihm viele Aufführungen. Ein großes Anliegen ist Gawriloff die Kammermusik. Zurzeit unterrichtet er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Seine namhaften Schüler sind Frank Peter Zimmermann, David Garrett, Soji Sejaka. Saschko Gawriloff spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, der Ahna-Stradivari von 1683.

Marie-Luise Neunecker

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Prof. Marie-Luise Neunecker studierte Musikwissenschaften und Germanistik und schloss ihre Instrumentalausbildung im Fach Horn bei Erich Penzel in Köln ab. Nach erstem Engagement an der Frankfurter Oper war sie Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des Radio-Sinfonieorchesters Frankfurt. Sie ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe: Deutscher Musik Wettbewerb Bonn, Internationaler ARD Wettbewerb, erster Preis beim internationalen „Concert Artists Guild“ in New York. Als Solistin konzertiert Marie-Luise Neunecker mit Orchestern in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, der Schweiz, den USA und in Japan. Auf internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig Holstein Musik Festival, dem Marlboro Music Festival und den Wiener Festwochen ist sie regelmäßig zu Gast. Als Kammermusikerin arbeitet Marie-Luise Neunecker mit Künstlern wie u. a. Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, dem Zehetmair-/Petersen-Quartett zusammen. Nach der Uraufführung des für sie geschriebenen Hornkonzertes „Hamburgisches Konzert“ von György Ligeti unter der Leitung von George Benjamin mit dem Asko Ensemble im Januar 2001 folgte eine Tournee durch mehrere Länder: In der Schweiz spielte Marie-Luise Neunecker das Ligeti-Konzert mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jonathan Nott. Es liegen zahlreiche CD-Einspielungen von ihr vor, u. a. die Strauss Hornkonzerte mit den Bamberger Symphonikern, das Hindemith Konzert mit dem RSO Frankfurt. 1988 wurde Marie-Luise Neunecker Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Zum Sommersemester 2004 wurde sie als Professorin für Horn an die Hochschule für Musik Hanns Eisler berufen „Die wahrhaft königliche Marie-Luise Neunecker spielt Horn mit einer melodischen Grazie und mühelosen, beweglichen Bögen, von denen andere Hornisten nur träumen können“ schrieb die Berliner Morgenpost über Marie-Luise Neunecker. Die für ihrer außergewöhnlichen Virtuosität am Instrument hochgelobt Hornistin blickt auf eine weltweit erfolgreiche Karriere. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

Während ihrer Tätigkeit als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des RSO Frankfurt von 1979 bis 1989 machte sie als Preisträgerin mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam, so etwa beim Deutschen Musik Wettbewerb in Bonn (1982), beim Internationalen ARD Wettbewerb in München (1983) und beim „Concert Artists Guild“ Wettbewerb in New York (1986). Heute ist sie weltweit mit herausragendem Erfolg tätig und tritt in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 2013 wurde sie mit dem renommierten Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern wie z. B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR, HR, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Mit Partnern wie Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, Andreas Schiff, Pierre Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie dem Zehetmair Quartett ist sie regelmäßig zu hören.

György Ligeti schrieb für Marie-Luise Neunecker sein Hornkonzert „Hamburgisches Konzert“, das sie im Januar 2001 zur Uraufführung brachte. Seitdem hat Marie-Luise Neunecker das ihr zugeeignete Konzert in mehreren Ländern aufgeführt. Für die Ligeti Edition bei Warner Classics spielte sie das Werk mit dem Asko Ensemble und Reinberg de Leeuw ein.

Als Solistin und Kammermusikerin erhält Marie-Luise Neunecker regelmäßig Einladungen zu den großen, bedeutenden Festivals. Sie gastiert bei den Salzburger Festspielen, beim Schleswig Holstein Musik Festival, dem Aldeburgh Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Marlboro Music Festival, dem Risör Festival sowie bei den Wiener Festwochen.

Mit zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik und dem Grammy Award ausgezeichnet wurden, hat die Hornistin nicht nur ihren außergewöhnlichen Rang und ihre Vielfältigkeit dokumentiert, sondern auch erheblich zur größeren Bekanntheit der Hornliteratur verschiedenster Epochen beigetragen. Die Strauss Hornkonzerte spielte sie mit den Bamberger Symphonikern unter Ingo Metzmacher, die Britten Hornserenade mit dem Tenor Ian Bostridge ein. Außerdem veröffentlichte sie eine Einspielung des Hindemith Konzerts sowie eine CD mit Hornkonzerten russischer Komponisten wie Reinhold Glière, Alexander Glazunov und Vissarion Shebalin. Als Kammermusikerin legte sie unter anderem eine Aufnahme der Brahms Horn Trios mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch vor, eine CD mit Werken von Othmar Schoeck, Charles und Ethel Smyth und zuletzt, mit Lars Vogt am Klavier, eine Aufnahme mit Werken von Hindemith, Kirchner, Brahms Beethoven und Schumann.

Marie-Luise Neunecker ist Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
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Bruno Canino

Der italienische Pianist Bruno Canino wurde 1936 in Neapel geboren. Er begann sein Klavierstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt mit Vincenzo Vitale, setzte es dann am Mailänder Konservatorium unter Enzo Calace und Bruno Bettinelli fort, wo er seine Klavier- und Kompositionsstudien mit einem Diplom abschloss. Bruno Canino konzertiert als Solist und Kammermusiker für die wichtigsten Musikgesellschaften und Festivals in Europa, den USA, Kanada, Japan, China, Malaysia, Russland, Südamerika, Neuseeland und Australien. Seit fünfzig Jahren gibt er gemeinsam mit seinem Klavierpartner Antonio Ballista Konzerte und ist Mitglied des Kammermusik-Ensembles Trio di Milano. Außerdem arbeitet er mit renommierten Künstlern wie Salvatore Accardo, Uto Ughi, Lynn Harrell, Itzhak Perlman, Viktoria Mullova und Pierre Amoyal.

Als Solist konzertiert Bruno Canino mit Dirigenten wie Bruno Maderna, Riccardo Muti, Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Wolfgang Sawallisch, Luciano Berio und Pierre Boulez sowie mit Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra, Philharmonia of New York, Philadelphia Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, Orchestre National de France, Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Orchestra Filarmonica della Scala.

Bruno Canino ist Künstlerischer Leiter des Giovini Orchestra Genovese und der „Campus Internazionale di Musica” in Latina. Außerdem widmet er sich der zeitgenössischen Musik und verwirklichte verschiedene Projekte mit Pierre Boulez, Luciano Berio, Karl-Heinz Stockhausen, György Ligeti, Bruno Maderna, Luigi Nono and Sylvano Bussotti u.a. Bruno Canino war 24 Jahre lang Professor für Klavier am Mailänder Konservatorium und elf Jahre Professor für die Master Class und Moderne Kammermusik an der Musikhochschule Bern. Er gab auch Meisterkurse in Deutschland, Japan, Italien, Spanien, Frankreich, der Schweiz und alle drei Jahre Kurse für Fortgeschrittene in Seveso (Mailand).

Bruno Canino hat für die RCA, Deutsche Grammophon, Angel Records und Orfeo aufgenommen. Zu seinen letzten Einspielungen gehören J. S. Bachs Goldberg-Variationen, Paul Hindemiths Die Vier Temperamente, Felix Mendelssohns Kompositionen für Cello und Klavier mit Lynn Harrell, Werke von Prokoew, Ravel und Igor Strawinsky mit Viktoria Mullova, das Gesamtwerk von Alfredo Casella (Stradivarius), Béla Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug mit András Schiff und dem Amadinda Ensemble sowie das gesamte Klavierwerk von Claude Debussy. httpv://youtu.be/KVIYYQXNcVU

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Johannes Brahms (1833-1897)
Trio für Klavier, Violine und Horn Es-Dur op. 40

Robert Schumann (1810-1856)
Sonate für Klavier und Violine d-Moll op. 121

György Sándor Ligeti (1923-2006)
Trio für Violine, Horn und Klavier, „Hommage à Brahms“

 

Konzert mit Saschko Gawriloff in der Villa Papendorf

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