Galakonzert mit Ensemble Blumina in der Villa Papendorf

Galakonzert mit Ensemble Blumina am Samstag, 05. April 2014 in der Villa Papendorf bei Rostock. Die Idee zur Gründung des Ensemble Blumina entstand 2008 aus einer sehr intensiven musikalischen Freundschaft zwischen der international renommierten Pianistin Elisaveta Blumina und dem Solo-Fagottisten der Berliner Staatskapelle Mathias Baier. Durch sofort enthusiastische Mitarbeit des Solo-Oboisten des NDR Sinfonieorchesters wurde aus dem Duo sehr schnell ein Trio.

Beste europäische Bläsertradition, an den kammermusikalischen Tugenden der russischen Klavierschule geprägte Disziplin, sowie die Motivation, auf höchstem Niveau gemeinsam zu musizieren – alle drei können auf Erfahrungen aus ihrer Arbeit in verschiedenen Ensembles zurückgreifen – brachten diese nicht alltägliche Besetzung schnell in die besten Konzertsäle der Welt.

Die hier auf dieser CD dokumentierten Werke beweisen: Nach den vielen wunderbaren Kompositionen für diese Besetzung – Oboe, Fagott, Klavier (bzw. Cembalo und Basso Continuo) – von Händel, Telemann, Zelenka (um nur einige zu nennen) ist diese doch absolut naheliegende Besetzung nicht in Vergessenheit geraten, im Gegenteil! Und so wurden die Trios von Poulenc, Francaix und Previn schnell zum „Kernrepertoire“ des Ensembles. Aber gleichzeitig auch zum Ausgangspunkt vieler musikalischer „Ausflüge“ in den Programmen des Ensembles, die sich unter anderem auch in der Erteilung von Kompositionsaufträgen äusserten. Der jüdisch-australische Komponist George Dreyfus widmete dem Ensemble 2009 ein Trio: „Lichtungen“ (nach Bildern von C. D. Friedrich).

 

Sowieso haben die drei jungen Musiker ein besonderes Interesse an Aufführung und Wiederentdeckung von Musik abseits des „Mainstream“. Zum Beispiel auch der Werke jüdischer Komponisten („Verfemte Musik“) wie Schulhoff, Kagel, Tansman und an den Kompositionen von Mieczyslav Weinberg, dessen Kammermusik Elisaveta Blumina gerade in einer grossen Serie auf CD aufnimmt.

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Elisaveta Blumina

Der musikalische Werdegang der Pianistin Elisaveta Blumina wurde stark von Johannes Brahms beeinflusst. Sechzehnjährig debütierte die gebürtige St. Petersburgerin mit dem Leningrader Symphonieorchester und führte Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 auf. Später folgte der Umzug nach Hamburg, wo die Pianistin im Alter von dreiundzwanzig Jahren mit dem Gewinn mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der Internationale Brahms Wettbewerb, den Grundstein für ihre Karriere legte.

Neben dem klassischen Klavierrepertoire setzt sich Elisaveta Blumina intensiv mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts auseinander. Davon zeugen ihre weltweit viel beachteten Aufnahmen der sowjetischen und modernen russischen Literatur sowie der Werke von Mieczys?aw Weinberg, für dessen Wiederentdeckung sie sich unermüdlich einsetzt.

Internationale Anerkennung erspielte sich Elisaveta Blumina durch Auftritte in der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie und der National Concert Hall Dublin. Als Solistin trat sie mit vielen rennomierten Orchestern auf, darunter die Dresdner Philharmoniker, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Malaysian Philharmonic Orchestra, sowie die Moskauer Virtuosen. Zu den Dirigenten, mit denen die Pianistin zusammenarbeitet, zählen beispielsweise Thomas Sanderling, Jurij Temirkanov und Vladimir Spivakov.

Darüber hinaus ist Elisaveta Blumina eine viel gefragte Kammermusikerin. Zu ihren Partnern zählen Kolja Blacher, Pierre Amoyal, John Zorn, das Artemis Quartett, das Vogler Quartett, Wenzel Fuchs und viele andere namhafte Solisten und Ensembles. Ferner ist sie ein gern gesehener Gast bei den Festivals in Verbier sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival und wurde von Gidon Kremer nach Lockenhaus eingeladen.

Elisaveta Blumina begann ihre Ausbildung am Rimski Korsakow-Konservatorium. Später setzte sie ihre Studien an der Hamburger Musikhochschule bei Evgeni Koroliov sowie am Konservatorium in Bern bei András Schiff und Bruno Canino fort. Auf spezielle Einladung wurde sie in London von Radu Lupu unterrichtet.

Seit 2012 arbeitet Elisaveta Blumina als künstlerische Leiterin des Russischen Kammermusikfestes Hamburg.

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Mathias Baier

Mathias Baier wurde in Rostock geboren und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren. Später studierte er Fagott an der Berliner Musik-Hochschule „Hanns Eisler“ bei Prof. Fritz Finsch. In diese Zeit fallen die ersten wichtigen Kammermusik-Erfahrungen: Er ist Gründungsmitglied des Bläserquintettes „Kammervereinigung Berlin“, welches zweifacher Preisträger beim ARD-Wettbewerb (1989 und 1993) wurde, sowie Preisträger beim Internationalen Kammermusik-Wettbewerb in Colmar und 1991 Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbes.

Das Quintett machte sich einen Namen auch durch international beachtete CD-Einspielungen.

Als Solist gewann Mathias Baier 1987 den 1.Preis beim Internationalen Wettbewerb der Musikakademie Warschau und bekam noch im gleichen Jahr eine Stelle als Solo-Fagottist der Staatskapelle Berlin, dem Orchester der Staatsoper Unter den Linden. Seit 1994 ist er in den Sommermonaten in ununterbrochener Folge auch als Solo-Fagottist im Orchester der Bayreuther Festspiele tätig.

Mathias Baier ist darüber hinaus Miglied verschiedener Kammermusik-Ensembles, wie den „Berliner Bläsersolisten“, den „13 Solobläsern des Bayreuther Festspielorchesters“ oder dem Kammerorchester „Preussens Hofmusik“, in teils auch organisatorisch leitender Position. Als Orchestersolist ist er gern gesehener Gast in renommierten deutschen Sinfonie- und Opernorchestern.

Mit besonderer Leidenschaft gibt Mathias Baier seine Erfahrungen an die nachwachsende Musiker-Generation weiter, bei ihrem Start in die Berufspraxis. Teils als Mentor der von Daniel Barenboim gegründeten Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin, teils im Lehrauftrag für Fagott und Bläserkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater seiner Geburtsstadt Rostock. Mit Beginn des Wintersemesters 2013/14 wurde Mathias Baier auf eine Professur für Fagott an die Musikhochschule Dresden berufen. httpa://youtu.be/TQLxlnSgM9A

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Kalev Kuljus

Kalev Kuljus stammt aus Estland und studierte Oboe in Tallinn (bei Tuulike Loorits, Heldur Värv, Andres Siitan und Olev Ainomäe), in Lyon (bei Jean-Christophe Gayot und Guy Laroche) und in Karlsruhe bei Thomas Indermühle. Seit 2003 ist er Solo-Oboist am NDR-Sinfonieorchester in Hamburg.

Kalev Kuljus ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, wie dem Estnischen Holzbläser-Wettbewerb (Tallinn, 1990: 1.Preis), dem Internationalen Crusell Wettbewerb für Oboe (Uusikaupunki, 1999), dem Podium Junger Musiker (Mannheim, 1999). Er errang den Titel „Bester Oboist“ bei „Pacem in Terris“ (Bayreuth, 2000) und gewann beim renommierten internationalen Musikwettbewerb „Prager Frühling“ im Jahr 2001 den ersten Preis.

Verschiedene Tätigkeiten, wie zum Beispiel beim Tallinn Chamber Orchestra, NYYD Ensemble, Estonian National Symphony Orchestra, „Hortus Musicus Academic Orchestra“ und anderen Orchestern (Finnisch-Estnisches Symphonieorchester, Heidelberg Sinfoniker, Orchestre de Chamber de Lyon) führten ihn von 2000-03 auf die Position des Solo-Oboisten des Estonian National Symphony Orchestra.

Seit 2003 arbeitet er neben seiner Tätigkeit beim NDR Sinfonieorchester auch als Gast-Solo-Oboist unter anderem bei den Berliner und den Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem City of Birmingham Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist Kalev Kuljus regelmäßig mit solistischer Kammermusik sowie den wichtigsten Solokonzerten für Oboe und Orchester rund um den Erdball zu hören.

Seit 2001 ist er auch als Pädagoge tätig. Nach einer Lehrtätigkeit in Tallinn folgten zahlreiche Einladungen zu Meisterkursen nach Europa, Japan und Südamerika. Seit 2010 unterrichtet er an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Im Jahr 2004 erschien bei der EMI eine CD, auf der Kalev Kuljus zusammen mit Truls Mørk und dem Estonian National Symphony Orchestra unter Paavo Järvi mit Werken von Arvo Pärt zu hören ist. Viele Estnische Komponisten widmeten ihm ihre Werke, so zum Beispiel: Mari Vihmand („La Question“), Helena Tulve „Guard“(„Valvaja“), Tõnu Kõrvits „WildFlower“(„Metsalill“) und Mart Siimer “Shadows in the Snow” („Varjud Lumel“).
Ensemble Blumina
Elisaveta Blumina (Klavier)
Mathias Baier (Fagott)
Kalev Kuljus (Oboe)

Werke von Previn, Schumann, Francaix, Bozza und Poulenc

André Previn (*1929)
Trio für Klavier, Fagott und Oboe

Robert Schumann (1810-1856)
Fantasiestücke op. 73

Jean Francaix (1912-1997)
Trio für Klavier, Fagott und Oboe

Eugène Bozza (1905-1991)
Fantaisie Pastorale, Oboe und Klavier, op. 37 (1939)

Francis Poulenc (1899-1963)
Trio für Klavier, Fagott und Oboe

 

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