Das Rostocker Festival See more Jazz geht 2017 in die neunte Runde.

Das Rostocker Festival See more Jazz geht 2017 in die neunte Runde. Es wird vom 18. August bis 20. August 2017 stattfinden. Auftrittsorte sind der Klostergarten, der Rostocker Zoo und die Kunsthalle in Rostock. Den Veranstaltern ist es auch in diesem Jahr gelungen, nationale und internationale Größen des Jazz zu verpflichten. Es werden Musiker aus Israel, Spanien, der Schweiz und Deutschland erwartet. Den Auftakt am Freitag werden das Itamar Borochov Quartett aus Israel und Helmut Hattler mit Band machen. Am Samstag geht es weiter mit Andrea Motis und der Joan Chamoro Band aus Spanien. Den Samstag beenden Phunkguerilla & Cosmo Klein. Mit Marc Perrenoud aus der Schweiz wird See more Jazz am Sonntag mit einem Solopianisten der Extraklasse enden.

Programm Tickets sind erhältlich für das gesamte Festival Wochenende oder für die einzelnen Tage

Itamar Borochov Quartett (Israel)

Freitag, 18.08.17 | 19.30 Uhr | Klostergarten

In der Jerusalem Post ist Itamar Borochov als „a rising star in today’s jazz music world“ beschrieben. Der Israeli Itamar Borochov bringt seinen einzigartigen Sound überall dort mit hin, wo immer es ihn musikalisch hintreibt. Tief verwurzelt in der Tradition des Jazz sucht Itamar nach seinen persönlichen Wurzeln. Eine Suche die ihn zu einer stetig wachsenden Liebe der arabischen und pan-afrikanischen Musiktraditionen führte. Hieraus resultierten Kollaborationen mit dem großen jüdisch-marokkanischen Liturgiker Rabbi Haim Louk. Auftritte mit Kompositionen für das New Jerusalem Orchestra und Aufnahmen mit dem israelischen Rockstar Dudu Tassa. Ein Füllhorn an Inspirationen für den im israelischen Jaffa aufgewachsenen Trompeter und Komponisten, einer Stadt, die selbst gleichzeitig muslimisch, jüdisch und christlich geprägt ist.

Borochov verliebte sich bereits als Teenager in den Jazz und verschrieb sich dessen Studium, ehe er 2006 nach New York zog, wo er die New School for Jazz and Contemporary Music besuchte und unter anderem bei Junior Mance, Charles Tolliver, Jimmy Owens und Cecil Bridgewater studierte. Schnell erlangte er internationale Beachtung als ein junger Innovator der zeitgenössischen Jazzszene und tritt weiterhin regelmäßig in den besten Clubs New York auf.

Bisher hatte Borochov die Ehre, mit so legendären Musikern wie Curtis Fuller, Candido Camero, Arnie Lawrence und Bobby Sanabria sowie zeitgenössischen Größen wie Aaron Goldberg, Greg Tardy und Omer Avital sowohl zu spielen als auch aufzunehmen.

Neben dem weltweiten Touren mit seinem Itamar Borochov Quartett fungiert Borochov zusammen mit seinem Freund und musikalischen Partner Ravid Kahalani als Trompeter, Arrangeur und Co-Produzent der gefeierten Weltmusik Sensation Yemen Blues.

Er bespielte bereits so namhafte Venues und Festivals wie das Lincoln Center (New York), dem Kennedy Center (Washington DC), Stummer Stage im Central Park (New York), Roskilde (Dänemark), Ethnoport Festival (Polen), Moskau Jazz Festival und viele mehr. Borochov spielte zudem Showcases auf der Babel Med, Womex, International Exposure und überzeugte zuletzt auch auf der Jazzahead! 2016.

Itamar Borochovs neues Album „Boomerang“ wurde im November 2015 in Paris fertiggestellt und in New York vom preisgekrönten Recording Engineer Brian Montgomery (Paul McCartney, Esperanza Spalding, Donald Fagen, Herbie Hancock) gemixt. Neben Borochov besteht das darauf zu hörende Quartett aus dem Pianisten Michael King, dem Bassisten Avri Borochov und dem Schlagzeuger Jay Sawyer.

Was an Itamar Borochov überrascht, ist seine Fähigkeit, uns in ein eigenes Universum einzuladen, in eine eindrucksvolle und überwältigende Atmosphäre. Seine Musik spiegelt seinen überaus breiten Horizont als Wanderer zwischen Kulturen und Jazztraditionen wider;  wir können kaum erwarten, zu erfahren, wohin es ihn als nächstes verschlägt!

Hattler (D)

Freitag, 18.08.17 I 21.30 Uhr | Klostergarten

Mit der Inspiration von jungen Musikern, die in ihre Spielweise ganz bewusst Elektronik einbauen, stellte Hattler im Jahr 2000 sein neuestes Projekt Hattler auf die Beine, das mit dem Album No Eats Yesneue Impulse setzte. Auch langjährige Partner wie Torsten de Winkel und Joo Kraus waren an den Aufnahmen beteiligt. No Eats Yes wurde 2001 mit dem deutschen Schallplattenpreis Echo für die beste Jazz-Produktion des Jahres ausgezeichnet. Auch mit dem Projekt Deep-Dive-Corp. hat er sich elektronischer dargestellt und von 2000 bis 2006 fünf Alben aufgenommen, gefolgt von einem Best of-Album. Seit 2006 ist Hattler in verjüngter Besetzung mit Fola Dada, Torsten de Winkel, Albi Husen und Oli Rubow auf der CD The Big Flow sowie auf Tour zu hören. 2001 gründete Hattler das Platten-Label Bassball Recordings.

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Andrea Motis & Joan Chamoro Band (E)

Samstag, 19.08.17 | 19.00 Uhr | Zoologischer Garten

Am weitesten brachte es Andrea Motis. Die Tochter eines Angestellten wollte als Siebenjährige in der Musikschule Geige oder Klavier lernen. Weil diese populären Instrumente aber ausgebucht waren, entschied sie sich für die Trompete, später kamen Saxofon- und Gesangsstunden dazu.

Schulleiter Chamorro erkannte ein Ausnahmetalent. Noch als Teenager wurde die Hochbegabte Solistin in der Sant Andreu Jazz Band. Auf einem Festival in Spanien hörte sie 2011 Quincy Jones. Der geniale Produzent, dessen Karriere als Trompeter begonnen hatte, holte die damals 16-Jährige zu einem Auftritt mit seinen Global Gumbo All Stars auf die Bühne. Doch bis Amerika rief, sollte es noch ein paar Jahre dauern.

In denen reiste Andrea Motis im Quintett ihres Lehrmeisters Chamorro durch die Welt und verinnerlichte dabei als Trompeterin und Sängerin den Kanon der Jazzstandards. Zum Repertoire der Band gehören zudem Latin-Songs und neuerdings Lieder in katalanischer Sprache. Die schreibt Motis selbst, denn die inzwischen 21-Jährige ist keineswegs auf Jazz fixiert. „Ich höre gern klassische Musik und Folklore aus Spanien und Irland“, sagt sie, „ich mag Bossa Nova und Hip-Hop, alle Arten von guter Musik sind mir willkommen.“ Up to date hält sich die Musikerin über das Internet. Sie sammelt CDs und bevorzugt dabei die Label Blue Note und Impulse.

Dass sie nun ausgerechnet vom Traditionslabel Impulse nach New York eingeladen wurde und dort mit US-Kollegen ein Album einspielen konnte, beglückt die junge Musikerin. Nach einem halben Dutzend CDs in Spanien ist sie nun Künstlerin auf dem Label von John Coltrane. Impulse freilich angelte sich die junge Spanierin nicht ausschließlich, um ihr Talent zu fördern. Das Unternehmen erhofft sich von Motis einen ähnlichen Auftrieb, wie ihn Blue Note 2002 mit dem Engagement von Norah Jones erlebte.

Phunkguerilla featuring Cosmo Klein

Samstag, 19.08.17 | 21.00 Uhr | Zoologischer Garten

Claus Fischer & Cosmo Klein gründeten die PHUNKGUERILLA 2008 als musikalisches Netzwerk auf der Suche nach der Band, die ihre Idee des Phunk auf den Punkt bringen sollte. Zusammen komponierten & produzierten sie ihr Debut Album „Let´s Work“ (HERZOG.REC/COSMOPOLYTIX). In den folgenden Jahren trat die Guerilla in unterschiedlichen Besetzungen auf, woraus sich eine feste Formation entwickelte. Hardy Fischötter an den Drums, Claus Fischer am Bass, Tobias Philippen & Till Sahm an den Keys, Hanno Busch an der Gitarre & Cosmo Klein am Gesang bilden nun eine Einheit im Studio wie auch auf der Bühne. Das neue Album der Phunkguerilla sollte genau das werden, ein Band Album ! Die sechs schlossen sich für eine Woche im Red Horn District ein und kreierten neue Songs. Die Songs bestechen durch starkes Songwriting, Authentizität, Musikalität und derbste Grooves. Entertainment in der Tradition von Parliament, Prince oder James Brown, eine Band von einem anderen Stern und Cosmos international gefeierten Qualitäten als Frontmann, lassen jede Show der PHUNKGUERILLA zu einem wahrhaften Erlebnis werden.

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Marc Perrenoud Solo

Sonntag, 20.08.17 | 11.00 Uhr | Kunsthalle Rostock

«Hamra» steht im Arabischen für „rot“ und ist zugleich ein sehr lebhaftes Viertel Beiruts, wo Perrenoud 2015 einige Zeit verbracht hat. Es markiert den Ausgangspunkt eines neuen Lebensabschnitts Perrenouds. Die libanesische Stadt weckt mit ihrer leidenschaftlichen Dynamik sein Interesse und seine Neugierde an der nah-östlichen Kultur und er begegnet hier seiner neuen Liebe, der das Stück «Clouds for Dima» gewidmet ist. In seinen Kompositionen sucht man aber vergebens nach musikalischen Einflüssen aus diesem Gebiet. Vielmehr ist es die Energie und die Poesie, die die arabische Kultur und den Alltag – entgegen aller aktuellen Widrigkeiten – prägt, die Perrenoud in Beirut für sich entdeckt und aus der er grosse Inspiration schöpft. «Hamra» ist eine Herzensangelegenheit, in die der Genfer Tastenvirtuose mit Haut und Haar, Herz und Seele eingebracht hat.

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via: www.seemorejazz.de

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