Sanierung der Villa Greif in Heiligendamm geht voran

Historisches Logierhaus von 1854 wird behutsam nach modernsten Methoden in Stand gesetzt,
Planungen für weitere Gebäude bereits weit fortgeschritten.
Gute Nachrichten für alle Freunde Heiligendamms: Die Sanierung der zweiten „Perle“ der Heiligendammer Perlenkette, der „Villa Greif“, schreitet zügig voran. Die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) bringt das historische Logierhaus nach modernsten
Methoden auf den neuesten Stand der Technik – und zwar originalgetreu und denkmalgerecht. Dabei entstehen sechs exklusive Eigentumswohnungen von 70 bis 127 Quadratmetern Größe, die höchsten heutigen Ansprüchen genügen – natürlich alle mit direktem Blick auf die Ostsee.

„Im Gegensatz zur benachbarten ´Villa Perle´ setzen wir keinen Baukran oder anderes schweres Gerät ein. Die ´Villa Greif´ sanieren wir im Bestand, was deutlich aufwändiger ist und noch mehr Handarbeit erfordert“, erläutert ECH-Geschäftsführer Heiner Zimmermann. Soweit alles nach Plan verläuft, sind Rohbau-, Dach- und Kellerarbeiten Ende Mai 2017 abgeschlossen; die schlüsselfertige Übergabe an die neuen Bewohner ist für Ende März 2018 vorgesehen.

Zeitgleich hat die ECH die planerischen Vorarbeiten für die beiden nächsten Strandvillen, „Haus Möwe“ und „Haus Seestern“, sowie die ebenfalls historischen Kolonnaden in der Rückhand der Perlenkette weit vorangetrieben. „Die Nachfrage ist sehr hoch und wächst von Tag zu Tag. Auch wenn die Ostseeregion praktisch ausverkauft ist: Wir werden handwerklicher Qualität immer den Vorzug vor Schnelligkeit geben, so wie es unsere Kunden von uns gewohnt sind. Heiligendamm ist schließlich das erste deutsche Seebad“, erklärt Julius Jagdfeld von der ECH.

Und verrät dennoch, dass „wir die ´Villa Möwe´ Anfang nächsten Jahres in Angriff nehmen wollen.“ Das 1855/ 1856 errichtete Nachbarhaus, in dem ebenfalls sechs Eigentumswohnungen entstehen sollen, dokumentiert die Einmaligkeit der Perlenkette eindrucksvoll, folgt es doch einer gänzlich anderen Architektur – und erinnert an ein Landhaus in den Alpen.

Zur Geschichte der „Villa Greif“

Die „Villa Greif“ wurde gemeinsam mit der „Villa Großfürstin Marie – Perle“ nach dem Entwurf des Hofarchitekten W. Stern zur Saison 1854 errichtet. Die „Villa Greif“ wurde als Gästehaus für die Angehörigen der großherzoglichen Familie Mecklenburgs erbaut. Den Namen Greif gab der Großherzog dem Haus per Erlass erst sieben Jahre später.

Die „Villa Greif“ ist eine der überzeugendsten Beispiele einer Neorenaissance-Strandvilla. Die repräsentative Architektur mit den großzügigen Zuschnitten legt Zeugnis ab vom herrschaftlichen Lebensstil der herzoglichen Kur- und Feriengäste in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bemerkenswert für die damalige Zeit ist die konsequente Auflösung der architektonischen Strenge eines Stadthauses durch Balkone, Loggien und Veranden.

Übrigens: Im Gegensatz zu den anderen Namen der Häuser der Perlenkette, die sich an maritimen Motiven bzw. dem Doberaner Stadtwappen orientieren, geht der hiesige auf das Rostocker Stadtwappen zurück. Dort ist ein goldener Greif abgebildet, das mythische Schutztier der Stadt.

Bild Copyright: Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH).

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