Wort trifft Musik mit Gudrun Landgrebe

Wort trifft Musik am Samstag, 29. März 2014 um 19:30 Uhr in der Villa Papendorf bei Rostock mit Gudrun Landgrebe (Rezitation), Stephan Imorde (Klavier) und Ulf Schneider (Violine) über „Das Lied der triumphierenden Liebe“ nach einer Erzählung von Iwan Turgenjew, 1879/81.
Gegen Mitte des XVI. Jahrhunderts lebten in Ferrara zwei junge Männer mit den Namen Fabius und Mutius. Gleiches Alter, nahe miteinander verwandt, waren sie fast immer unzertrennlich. Auch die Liebe zu einer Frau verband und trennte die Jugendfreunde unvermeidlich. Diese bekannte Geschichte wurde ungewöhnlich und rührend von dem großen russischen Schriftsteller Iwan Turgenjew erzählt. Die Worte Friedrich Schillers sind vorangestellt: „Wage Du zu irren und zu träumen.“Gudrun Landgrebe liest aus der 1881 erschienenen Novelle. Im Dialog erklingen Werke aus dem Freundeskreis Turgenjews, von Pauline Viardot, Gabriel Fauré und anderen, gespielt von Ulf Schneider und Stephan Imorde.

Gudrun Landgrebe

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Gudrun Landgrebe, in Göttingen geboren und in Bochum aufgewachsen, zählt zu den renommiertesten deutschen Schauspielerinnen. Nach Abschluss der Schauspielschule in Köln war sie 12 Jahre an verschiedenen Stadttheatern im festen Engagement.

Bereits mit ihrer zweiten Kinohauptrolle kam 1983 der große internationale Durchbruch. Robert van Ackerns preisgekrönter Film „Die flambierte Frau“ machte sie über Nacht zum Star. Seither drehte Gudrun Landgrebe weitere Hauptrollen mit internationalen Regisseuren wie István Szabó („Oberst Redl“) Edouard Molinaro („Palace“) und Liliana Cavani („The Berlin Affair“), aber auch in zahlreichen deutschen Produktionen war sie seither als Hauptdarstellerin zu sehen. In Kinofilmen wie Dominik Grafs „Die Katze“ oder Helmut Dietls „Rossini“, aber auch in TV- Highlights wie „Heimat“ von Edgar Reitz konnte sie immer wieder ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Immer wieder kehrte Gudrun Landgrebe auf die Bühne zurück, so spielte sie unter Anderem an den städtischen Bühnen in Essen und Bremen die Titelrolle in „Tochter der Luft“ von Hans-Magnus Enzensberger. Gudrun Landgrebe gibt mit Begeisterung Lesungen und leiht zahlreichen Hörbüchern ihre Stimme.

Zusammen mit Konzertpianisten tritt sie regelmäßig mit verschiedenen musikalisch-literarischen Programmen auf. Auf der Leinwand sah man Gudrun Langrebe zuletzt in „Warten auf Angelina“ von Hans Christoph Blumenberg und in Oskar Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ sowie in „Wunderkinder“ von Marcus O. Rosenmüller.

 

Das Duo Schneider/Imorde

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Bereits seit vielen Jahren macht das Duo Ulf Schneider und Stephan Imorde überall dort, wo es auftritt, nachhaltig und mit großem Erfolg auf sich aufmerksam. So schrieb jüngst die Neue Osnabrücker Zeitung: „Alles, was ein Duo braucht, um zwei volle Stunden lang sein Publikum zu fesseln, der Geiger Ulf Schneider und der Pianist Stephan Imorde verfügen über diese Zaubermittel in Hülle und Fülle: Virtuose Beherrschung ihrer Instrumente und sprühende Gestaltungsideen erlauben interpretatorische Grenzgänge… So etwas braucht keine Deutung, das Publikum hält den Atem an“ (M. Lejeune).

 

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Ulf Schneider

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Ulf Schneider studierte bei Jens Ellermann, Felix Galimir, Masao Kawasaki und Thomas Zehetmair. Er war 1. Preisträger bei den internationalen Kammermusikwettbewerben in Osaka und Melbourne sowie beim Deutschen Musikwettbewerb mit dem 1991 von ihm gegründeten Trio Jean Paul. Ulf Schneider blickt auf eine langjährige internationale Konzerttätigkeit und Einladungen zu bedeutenden Festivals in Europa, USA, Südamerika, Japan und Australien zurück. CD-Veröffentlichungen von Ulf Schneider finden sich unter anderem auf so renommierten Labels wie ARS Musici und ECM.

 

Stephan Imorde

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Stephan Imorde studierte bei Renate Kretschmar-Fischer und Anatol Ugorski an der Hochschule für Musik Detmold sowie bei Leonard Hokanson an der Indiana University School of Music in Bloomington (USA). 1988 war er Mitbegründer des Novalis-Trios, mit dem er unter anderem mit dem Preis des Kulturpreises im Bundesverband der deutschen Industrie ausgezeichnet wurde. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Seine vielfältigen Konzerttätigkeiten als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter sowie zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen führen ihn regelmäßig in viele Länder Europas, nach Südafrika, Mittel- und Nordamerika sowie Südostasien. Stephan Imorde unterrichtet als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock.

 

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