Waldglas-Glaskunst Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus

Mecklenburg gehört zu den bedeutendsten deutschen Glashüttenzentren der Vergangenheit. Immerhin 275 unterschiedliche Glashüttenstandorte lassen sich über einen Zeitraum von mehr als 300 Jahren auf dem Territorium des heutigen Mecklenburg-Vorpommern nachweisen. Längst zählen auch unverzierte Gebrauchsgläser nicht nur in Museen zu geschätzten Sammlerstücken.

Die Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin, die bis zum 29. August 2010 präsentiert wird, gibt einen Einblick in bedeutende Waldglassammlungen des Landes. Hierzu zählt zunächst die Sammlung des Mecklenburgischen Volkskundemuseums, die durch den ehemaligen Direktor Dr. Ralf Wendt im Zusammenhang mit seiner Dissertation über die Waldglashütten Mecklenburgs zusammengetragen wurde.

Im Mittelpunkt des historischen Teils der Ausstellung stehen die Formensprache sowie die Gebrauchsweise der Gläser des 17. bis 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig geht die Ausstellung der Frage nach, was aus dem alten Handwerk geworden ist und worin die Besonderheit des Mecklenburgischen Waldglases besteht.

Eine Bereicherung des Ausstellungsvorhabens sind eigens zum 850. Schweriner Stadtjubiläum mundgeblasene Gläser. Als historische Vorlage für diese Idee dienten Konservengläser aus Waldglas, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Außerdem werden unter dem Motto „Die Natur hat’s erfunden“ natürliche Glasobjekte von den unterschiedlichsten Orten der Erde präsentiert, die beispielsweise durch Hitzeeinwirkung eines Meteoritenaufpralls oder Blitzeinschlags entstanden sind.

Waldglas-Glaskunst Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus

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