Barlach-Ausstellung Gefährdung der öffentlichen Ordnung

Bis zum 28. Juni 2015 können Interessierte Zeichnungen des Bildhauers Ernst Barlach im Graphikkabinett der Ernst Barlach Stiftung in Güstrow bewundern. Die Ausstellung „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“ veranschaulicht die zerstörerische Kulturpolitik der Nationalsozialisten.

Diese hatten 1936 ein Verbot gegen den im Münchener Piper Verlag erschienenen Bildband mit Zeichnungen Ernst Barlachs ausgesprochen und 3.400 der 4.000 Exemplare vernichtet. Im Graphikkabinett der Stiftung finden sich Dokumente der damaligen Amtsstellen, die das nationalsozialistische Wirken gegen die Moderne aufzeigen, sowie 20 Originalzeichnungen aus dem Bildband Barlachs und Originaldokumente des Künstlers.

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Vor 80 Jahren erschien im Münchener Piper Verlag ein Bildband mit Zeichnungen Ernst Barlachs. Damit ging im Jahr 1935 ein lang gehegter Wunsch des Verlegers Reinhard Piper (1879-1953) und des Bildhauers Ernst Barlach (1870-1938) in Erfüllung, die sich um 1900 in Berlin kennengelernt hatten. Die Auswahl der einzelnen Zeichnungen für diesen Band nahm Barlach selbst vor, wobei es zu intensiven, mitunter kontroversen Diskussionen über geeignete Motive zwischen ihm und Piper kam. Im März 1935 erschien dieser Band mit 56 Zeichnungen, zu dem der Kunstkritiker und Schriftsteller Paul Fechter (1880-1958) eine Einführung geschrieben hatte.

Besucht werden kann die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.ernst-barlach-stiftung.de

Barlach-Ausstellung Gefährdung der öffentlichen Ordnung

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