Architektur aus Bädervillen und Backsteinkathedralen

Auch das Auge isst mit: Nicht nur das Grün der Wiesen und Wälder und der grenzenlos erscheinende Horizont wirken wohltuend. Blickfang in den Ostseebädern ist die Bäderarchitektur, eine Summierung verschiedener Bau- und Stilmerkmale unterschiedlicher Epochen, die um die Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert entstanden ist. Von den weißen, villenartigen Häusern schweift der Blick auf die Seebrücken, die zu einem Gang aufs Meer, zum Prominieren und Flanieren einladen.

Kontrast zum Weiß der Bädervillen bietet das Ziegelrot der Backsteinkathedralen, die etwa in den Städten Wismar, Rostock, Greifswald, Demmin, Anklam und Stralsund an die Epoche der Hanse erinnern. Im Landesinneren überraschen märchenhaft erscheinende Bauwerke den Betrachter: die Schlösser und Herrenhäuser, von denen es im Land mehr als 2.000 gibt. Mal reich verziert, mal mit Türmchen und Erkern geschmückt, an einem See gelegen oder in einem Wald versteckt, laden sie nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Besuchen ein. Einmal im Jahr öffnen sie während der „Mittsommer-Remise“ (2014: 21. Juni) ihre Pforten bis tief in die Nacht und laden mit einem bunten Veranstaltungsprogramm mit rund 40 beteiligten Häusern in Mecklenburg-Vorpommern zum Entdecken ein. Nach dem Ende der Sommersaison bietet der 6. Schlösserherbst Gelegenheit, die geschichtsträchtigen Gemäuer zu besuchen. Ingesamt stehen in etwa 300 touristisch genutzten Schlössern und Herrenhäusern rund 5.000 Gästebetten zur Verfügung.
Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/

 

Architektur aus Bädervillen und Backsteinkathedralen

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