Rendezvous über Fluxus im Staatlichen Museum Schwerin

Rendezvous am 10. April 2014 um 18 Uhr im Staatlichen Museum Schwerin Vom Werk zum Ereignis Amerikas Weg zum erweiterten Kunstbegriff“ ein Vortrag von Prof. Dr. Lars Blunck, Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg anlässlich der Ausstellung „Die Revolution der Romantiker. FLUXUS made in USA“

Eine „revolutionäre Flut und ein Hochwasser in der Kunst“ hatte der Fluxus-Impresario George Macinuas 1963 gefordert. Das klingt brachial. Aber wogegen revoltierte Fluxus eigentlich? Und was hatte diese Revolution der sogenannten „Fluxus-Leute“ mit der deutschen Romantik zu tun?

Der Vortrag von Lars Blunck, Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, spürt einem Paradigmenwechsel in der Kunst um 1960 nach, der sich – mit Thomas S. Kuhn – durchaus als „Revolution“ bezeichnen lässt: die Abwendung von der Kunst und die Hinwendung zum Leben, genauer: die Wende vom Werk zum Ereignis.

Denn Kunst sollte für die „Fluxus-Leute“ nicht länger dem „Wahren, Schönen und Guten“ verpflichtet sein, sollte nichts mehr darstellen, sollte sich nicht länger in Objekten der Hochkultur manifestieren. Kunst sollte nunmehr dem Leben zugehören, sollte sich ereignen, sollte ganz in der Erfahrung aufgehen – eine Erfahrung, die gleichsam „der Welt“ zugewandt sein sollte.

Ob nicht gerade hierin eine Parallele zur deutschen Romantik liegen könnte (welche ja ihrerseits durch Ironie, das Wunderbare und das Spiel einen neuen Weltzugang zu erschließen trachtete), dies und anderes wird der Vortrag „Vom Werk zum Ereignis“ von Lars Blunck zur Diskussion stellen.

Der Eintritt kostet 3 Euro.

 

Rendezvous über Fluxus im Staatlichen Museum Schwerin

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