Von Sumpfschildkröten und Traktoren: Noch mehr Wissen in MV

Um einen echten Oscar-Preisträger zu sehen, muss man lediglich nach Stralsund fahren. Denn 2010 wurde das Ozeaneum, das inzwischen mehr als drei Millionen Gäste begrüßt hat, mit dem Museums-Oscar „The Egg“ als Europas Museum des Jahres geehrt. Nicht zu vergessen ist die Auszeichnung als Unternehmen des Jahres 2011 und mit dem Qualitätssiegel des Landestourismusverbandes „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“.


Zu Recht, geht es hier doch auf eine beeindruckende Reise durch die Unterwasserwelt der gemäßigten und polaren Breiten – vom Stralsunder Hafenbecken über Boddengewässer bis hin zur Kreideküste. Besonders faszinierend sind die 40 Aquarien – darunter das 2,6 Millionen Liter fassende Schwarmfischbecken. Auch der Blick auf die lebensgroßen Modelle von Blauwal, Buckelwal und Co. ist einzigartig. Hintergrundwissen für die junge Gäste liefern spannende Ausstellungsbereiche wie zum Beispiel das „Meer für Kinder“, wo die spielerische Beschäftigung mit dem Thema Meer in den Vordergrund rückt. Ein eigenes Demonstrationsbecken, „Fische hautnah“, gibt Kindern die Möglichkeit, ihre Scheu vor „glitschigen“ und „ekligen“ Meerestieren zu überwinden.
httpv://youtu.be/tDC8qvwH6QM

Nicht weit vom Ozeaneum entfernt ist die „Mutter“ der Stralsunder Ozean-Ausstellungen zu finden: Das über 60 Jahre alte Meeresmuseum in einem alten Dominikanerkloster. In den tropischen Aquarien sind 2.000 lebende Meerestiere zu bestaunen, die zu 300 verschiedenen Arten gehören. Im Jahr 2012 besuchten fast eine Million Gäste die vier Standorte des Deutschen Meeresmuseums. Zum Meeresmuseum gehören nicht nur das Ozeaneum, sondern auch das Natureum auf Fischland-Darß-Zingst mit seinen Tierpräparaten und das Nautineum auf der Insel Dänholm mit Exponaten aus der Meeresforschung. Das Nautineum zeigt seit 2012 ein spezielles Tauchboot. Mit dem 4,30 Meter langen SOVI (Shark Observer Vehicle) wurden Weiße Haie beobachtet und erforscht.
Weitere Informationen unter www.ozeaneum.dewww.meeresmuseum.de und www.kindermeer.de

Wer wissen möchte, was unter den Wasseroberflächen der Mecklenburgischen Seenplatte so alles kreucht und fleucht, ist im Müritzeum in Waren (Müritz) genau richtig. Pro Jahr lauschen in der Unterwasserwelt rund 190.000 Besucher dem Konzert der Laubfrösche im Moor oder sehen wie Kraniche in der Müritz fischen oder Fische ihre Runden drehen. Hier steht Deutschlands größtes Aquarium für einheimische Süßwasserfische.
httpv://youtu.be/1tRIBBtP1xY

Über zwei Etagen erstreckt sich das mit 100.000 Millionen Liter Wasser gefüllte Becken und bietet so über 500 Maränen ein nasses Zuhause. Neben zwei Außenbecken und der Nachgestaltung einer typischen regionalen Flusslandschaft gehören auch 23 große und kleine Schaubecken zum Bestand, in denen unter anderem Krebse, Sumpfschildkröten und 45 Fischarten beheimatet sind. Daneben vermitteln multimediale Themensäle zu Bereichen wie Moore, Volgelarten und Wald viele Informationen zur Natur der Region. Weitere Informationen unter www.mueritzeum.de

Wissenswertes über Holzpflüge, Großtraktoren oder Trogmühlen gibt es im Agroneum Alt Schwerin nördlich des Plauer Sees zu erfahren. Bereits 1963 wurde das kleine Örtchen Alt Schwerin ein agrarhistorisches Freilichtmuseum, welches im Juli 2012 nach einer Weiterenwicklung wiedereröffnet wurde. Heute können Besucher hier in die Agrargeschichte Mecklenburgs von 1848 bis in die Gegenwart eintauchen. Einzigartig ist die Katenzelle, die das Wohnen auf dem Land im Wandel der Zeit zeigt. Auf dem Freigelände mit Traktorensammlung und Flugzeughalle stehen sich alte und neue Technik gegenüber.
httpv://youtu.be/yaIRDCul0LA

Alles rund um das Thema „Fotografie“ bietet das 2011 eröffnete Max Hünten Haus im Ostseeheilbad Zingst. Das Zentrum für Fotografie birgt ein Medien- und Informationszentrum mit Ausstellungsräumen, Auditorium und Multimediashows. Seminarräume und ein Druck-Center, die mit neuester Technik ausgerüstet sind, bieten darüber hinaus ganzjährig den Rahmen für Workshops. Der Neubau bietet Platz für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Lesungen, aber auch für Vorträge und Feste. Gäste können in einer Bibliothek stöbern, deren derzeitiger Bestand von 14.000 Medien um Bildbände und Fachliteratur zur Fotografie – von der Geschichte bis hin zu Theorie und Praxis – ergänzt wird. Regelmäßige Fotoschauen und Festivals runden das Programm ab. Im Mittelpunkt der Fotoschauen, Workshops und Multivisionsshows steht die Beziehung des Menschen zu Landschaft, Flora und Fauna. Weitere Informationen zum Max Hünten Haus sind zu finden unter www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de.

Auge in Auge mit südamerikanischen Alpakas, tropische Schmetterlingen und einheimischen Greifvögeln sind Besucher im Vogelpark Marlow, idyllisch gelegen zwischen den Hansestädten Rostock und Stralsund. In Rundführungen und spektakulären Flug-Shows wie „Greifvögel und Eulen“ erleben Groß und Klein zum Beispiel die heimische Eule bei ihren majestätischen Segelflügen und erfahren Erstaunliches zu Flugverhalten und Lebensgewohnheiten. Entgegen üblicher Zoos können Tiere im Vogelpark Marlow ganz nah erlebt werden: Ein Großteil der Anlagen ist für Besucher begehbar und bietet einmalige Möglichkeiten die Schönheit und Andersartigkeit der Tierwelt zu erleben. Ein besonderes Erlebnis ist die Mondscheintour, die an den Abenden des 26. Juni, 20. Juli und 21. September 2013 angeboten wird. Abenteuerlustige Familien können seit diesem Frühjahr im „Baumbett Deluxe“ bei tierischen Geräuschen schlummern und am nächsten Morgen, noch vor der Eröffnung, als Erste durch den Park spazieren.
httpv://youtu.be/KrPAAObQOB4

Weitere Informationen: www.vogelpark-marlow.de

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