»Elemente« Dokumente und Visionen aus der Wissenschaft

Der Fotograf Jürgen Müller hat sich im Umfeld der Naturwissenschaften ein ganz eigenes Repertoire für die Suche nach modernen Motiven eröffnet. Die Basis dieser Aktivitäten entspringt der zeitkritischen Erkenntnis, dass die Energiereserven der Welt zur Neige gehen. Die Ausstellung zeigt fotografische Interpretationen zur Verknappung der Ressourcen. Die EPSON-Galerie Zingst stellt vom 27. März bis 15. Mai 2014 die jüngsten Arbeiten aus dem Werkkreis »Elemente« des Fotografen, erweitert durch korrespondierende Motive, mit denen die künstlerische Bedeutung des Fotografen unterstrichen wird, aus.

Fossile Kohlenstoffe, Wasser, Metalle und Energie sind die »Elemente« die im Zentrum der ausgestellten Bilder stehen. Die Ausstellung »Elemente« EPSON-Galerie Zingst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist als visueller Streifzug durch diese komplexe Themenvielfalt zu verstehen«. Jürgen Müller hat diese Materie zum thematischen Schwerpunkt eines zentralen Teils seiner zukünftigen künstlerischen Arbeit gemacht. Die chemischen Elemente, die Grundstoffe der Materie, hat die Wissenschaft im Periodensystem übersichtlich geordnet. Schon in Philosophien wie der antiken griechischen, chinesischen und buddhistischen Kulturen, sah man die Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft als Grundstoffe irdischer Existenz an.

Die Bildphilosophie von Müller hat einen zeitkritischen Ansatz: »Kohlenstoffe, Wasser, Metalle und Energie sind die Elemente, deren maßlose Ausbeutung die gigantische Wirtschaftsleistung der Industrienationen befeuert. Spätestens seit dem ersten Bericht des Club of Rome von 1972, wurde einer aufgeschlossenen Öffentlichkeit die Problematik der Endlichkeit dieser Ressourcen bewusst gemacht.

Jürgen Müller hat sich auf der Spurensuche für seine Fotografien die Zusammenarbeit mit wichtigen wissenschaftlichen Instituten gesichert. Grundlagenforschung die beispielsweise bei Desy in Hamburg, Cern in Genf oder bei den über 80 Instituten der Max-Planck Gesellschaft betrieben wird, führt  zur Entdeckung neuer Materialien und Prozesse. Auch zu den Betreibern des Fusionsreaktors »Wendelstein« am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald, hat Jürgen Müller Kontakt. Hier soll die kontrollierte Kernfusion erprobt werden – im Erfolgsfall wären die Energieprobleme der Menschheit auf einen Schlag gelöst. Müllers Fotografien spiegeln symbolhaft die spannenden Forschungsarbeiten der Naturwissenschaften als kreative Dokumentation und bildgewordene Zukunftsvision wieder.

Vernissage: 27.03.2014, 18.30 Uhr
EPSON Digigraphie Galerie
Seestrasse 56/57

Öffnungszeiten: tägl. 10.00-12.00 Uhr  14.00-17.00 Uhr
So/Mo geschlossen 

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Fotografie: Jürgen Müller
300_elemente_juergen_mueller_02 Phosphor
Fotografie: Jürgen Müller
300_elemente_juergen_mueller_03 Wendelstein 7-X ist eine Experimentieranlage zur Erforschung der Kernfusion in Greifswald
Fotografie: Jürgen Müller

 

»Elemente« Dokumente und Visionen aus der Wissenschaft

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