Schenkung des Freiherrn von Sell an Museum Schloss Schwerin

Professor Friedrich-Wilhelm Adolf Konrad Ulrich Freiherr von Sell schenkt dem Staatlichen Museum Schwerin das Porträt seines Vorfahren Adolph Freiherr von Sell. Freiherr von Sell (geb. 1926 in Potsdam), ehemaliger Intendant des WDR und 1991 Gründungsintendant des ORB, übernahm zudem die Kosten für die Restaurierung des Gemäldes und die Herstellung eines neuen Rahmens für das Bild.

Dem Schenker war daran gelegen, das ererbte Porträt seines Vorfahren an einem würdigen Platz der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, eingebunden in den historischen Kontext und die Tätigkeit von Sells für das mecklenburgische Herzogshaus. Die Präsentation des Gemäldes im ehemaligen Adjudantenzimmer des großherzoglichen Appartements im Schweriner Schloss wird diesem Anliegen in besonderer Weise gerecht.

Der im Gemälde abgebildete Adolph Freiherr von Sell entstammt einem mecklenburgisch-preußischen Adelsgeschlecht und wurde gemeinsam mit Erbgroßherzog Paul Friedrich erzogen. Von 1815 bis 1830 diente er im preußischen Militär und wurde 1830 zum Gouverneur des Erbgroßherzogs Friedrich Franz II., dem späteren Schlossbauherrn, berufen. Von Sell leitete dessen Erziehung bis 1842. Im Jahr 1843 wurde von Sell zum Mitglied der Schlossbaukommission, 1849 zum Oberhofmeister der Großherzogin Auguste und 1850 zum Generalmajor ernannt. Von 1862 bis 1868 war er außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister am preußischen Hof. 1868 kehrte er nach Schwerin zurück, wurde Oberhofmeister der Großherzogin Marie und 1874 General der Infanterie.

Porträtiert wurde Adolph Freiherr von Sell (1797 Ludwigslust – Schwerin 1891) von dem Künstler Theodor Fischer, genannt Fischer-Poisson. Er war der Sohn des Malers Louis Fischer, eigentlich Louis François Poisson Marquis de Marigny, und wurde 1817 in Schwerin geboren. Zunächst Schüler von Hofmaler Carl Schumacher, studierte er ab 1839 an der Akademie in Dresden. Nach einem Aufenthalt in Schlesien ließ er sich ab 1846 in Schwerin nieder, wo er 1873 starb.

Das Staatliche Museum Schwerin besitzt bislang 25 Gemälde seiner Hand, darunter 12 Kopien von Herrscherbildnissen für die Ahnengalerie des Schweriner Schlosses und vier Bilder mit jeweils mehreren Personen in mecklenburgischen Militäruniformen.
Das Gemälde ist ausgestellt im Museum Schloss Schwerin, Festetage, Adjudantenzimmer
Di – So 10 – 17 Uhr
www.schloss-schwerin.de

Schenkung des Freiherrn von Sell an Museum Schloss Schwerin

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