Mira Falk beim Jazzdiskurs 149

Jazzdiskurs 149 mit Mira Falk und Band am 15. Oktober 2013 um 20.30 Uhr in „Alte Apotheke“ im Steigenberger Hotel Sonne Rostock. Mira Falk singt und erzählt: verspielt und leicht und dann wieder dunkel und meditativ. Kindheitserinnerungen in Berlin Kreuzberg, Märchenwelten in Amsterdam und Aufbruchsgeschichten in New York City. Mira bewegt sich durch verschiedene Genres und hat viele Heimaten.

 Jazzdiskurs 149 mit Mira Falk und Band in „Alte Apotheke“

Mira Falk Enchanting Land

Mira Falk wandert zwischen Städten und Ländern hin und her. Mit schwebend-leichten Gang, etwas zuweilen Traumwandlerisches schwingt in Ihren Liedern mit. Stets fangen sie Atmosphäre ein, sind farbig und schillernd. Doch bleibt Mira Falk einmal stehen, in der Erinnerung oder an einem realen Ort, schaut sie genau hin. Und entdeckt Erstaunliches: Winzige Tiere, ein gleißendes Licht oder geheilt geglaubte Wunden.

Mira Falk sucht nach Zwischentönen, nach dem Verborgenen. Nach den Grauzonen und offenen Wunden unserer Seele. Und nach dem, was sich in den Ritzen und Ecken eines Hauses verbirgt. Wenn sie sich in ihren Kindheitserinnerungen auf die Suche macht, kommt nicht nur Unschuldiges zum Vorschein. Jedes Ding kann sich verwandeln, wenn man es lange genug betrachtet. Es wird magisch oder verstörend. Jenes verzauberte, “enchanting” Land, zu dem sich Mira Falk in ihrem Debütalbum aufmacht, entdeckt man nur auf den zweiten Blick, mit dem inneren Auge. Und man spürt es in Mira Falks Stimme, in ihrem Gesang, der mal melancholisch-träumerisch, mal voll Lebenslust und Witz ist.

Musikalisch sind Mira Falks Reisen inspiriert von Norma Winston und Joni Mitchell, auch Gretchen Parlato und Becca Stevens fühlt sie sich nah. Um dem Sound der letzten Beiden auf die Spur zu kommen, trieb sich Mira eine Weile in New York herum, davor studierte sie in Berlin, Rostock und am Konservatorium in Amsterdam. Gesang, aber auch das Schreiben von Song Texten bei Blanka Pesja. Das war wichtig, sagt die Sängerin. Denn in ihrer Musik muss es zwischen Wort und Klang “funken”, das eine belebt das Andere, eins entsteht aus dem Anderen. Und manchmal gibt das Ende eines Songs den Startschuss zu einer weiteren Reise, einem neuen Song.

Die Songs in Mira Falks Album “Enchanting Land” erkunden verschiedene Sphären, sind fröhlich und kokett oder suchend, beschwingt oder sphärisch-meditativ und doch haben sie stets etwas Gemeinsam: Sie sind eine Reise, nehmen den Zuhörer mit auf einer Reise, ins “Enchanting Land”.  Ein Album zum Reinhören und sich Verlieren und neue Farben sehen.

Mira Falk und Band
Mira Falk (Voc / Loop Station / Glockenspiel)
Johannes von Bellestrem (Klavier)
Simon Quinn (Kontrabass)

Mira Falk beim Jazzdiskurs 149

Kommentar verfassen

Google+ Twitter Facebook