Mecklenburgische Staatstheater Schwerin

Das Mecklenburgische Staatstheater in der Landeshauptstadt Schwerin

Das Mecklenburgische Staatstheater verfügt über mehrere Spielstätten, die über das ganze Jahr ein umfangreiches Programm aus Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Ballett, Konzerten, niederdeutschem Schauspiel und Puppentheater bieten. Mit rund 200.000 Besuchern pro Spielzeit nimmt das Haus einen führenden Platz unter den deutschen Theatern ein.

Das Mecklenburgische Staatstheater mit das große Haus vis-a-vis vom Schloss öffnete 1886. Nach denkmalgerechter Sanierung besticht der prunkvolle Bau wieder mit großherzoglicher Aura, mit reichlich Gold und Samt, mit edlem Parkett und imposanten Lüstern, mit herzoglicher Loge und opulenten Foyers. Auf zeitgemäßen Komfort müssen die Gäste in 540 bequemen Theatersesseln allerdings nicht verzichten.

Die Theaterkunst hat in Schwerin eine lange Tradition.1753 gründete Conrad Ekhof, Mitstreiter Lessings in Hamburg und als „Vater der deutschen Schauspielkunst“ in die Geschichte eingegangen, hier die erste deutsche Schauspielerakademie, die nach dem 2. Weltkrieg von Lucie Höflich wiederbelebt wurde. Diese große Tradition wurde zu DDR-Zeiten in der außergewöhnlich erfolgreichen Schauspielperiode von 1974 bis 1989 mit Christoph Schroth als Schauspieldirektor weitergeführt: Mit dem fast 6-stündigen „Faust I und II“ und den „Antike-Entdeckungen“ wird Schwerin zum Wallfahrtsort für Theaterenthusiasten aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Die Wende meisterte das Schauspiel trefflich, wie zuletzt die Einladung von Herbert Fritschs Schauspielinszenierung „Der Biberpelz“ zum Theatertreffen 2011 nach Berlin bewies.

Mecklenburgische Staatskapelle vom Mecklenburgisches Staatstheater

Die andere große Traditionslinie ist das Musiktheater und die Schwerin. Sie feierte 2013 ihr 450-jähriges Bestehen und gehört damit zu den ältesten Orchestern der Welt. Mehrere Jahre lag die Leitung in den Händen des Komponisten Friedrich von Flotow. Richard Wagner besuchte 1873 Schwerin und engagierte hier Künstler für seine ersten Bayreuther Festspiele. Prunkvolle Opernaufführungen prägten das kulturelle Leben der Residenzstadt Schwerin und waren ein Aushängeschild für das großherzogliche Mecklenburg. Unter den gastierenden Dirigenten und Virtuosen finden sich klangvolle Namen Johann Fischer, Johann Wilhelm Hertel, Antonio Rosetti, Felix Mendelssohn, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Camille Saint-Saëns. Nach 1945 prägten Kurt Masur, Klaus Tennstedt und Hartmut Haenchen als Generalmusikdirektoren das Programm.

Mecklenburgische Staatstheater E-Werk

Die zweite Spielstätte ist das E-Werk, wunderschön am Nordufer des Pfaffenteichs gelegen. Im ehemaligen Elektrizitätswerk ist außerdem das Puppentheater mit einer eigenen Bühne beheimatet. Die erfolgreiche Theaterprogrammkneipe werk3 im Herzen der Altstadt wurde 2008 vom Mecklenburgischen Staatstheater ins Leben gerufen und befindet sich seit Sommer 2014 in privater Trägerschaft.

Zum Angebot des Hauses gehören Premierenfeiern, Matineen und Ausstellungen sowie Führungen mit einem Blick hinter die Kulissen. Bei den stets ausverkauften TheaterThekenNächten touren 50 Schauspieler zweimal im Jahr durch über 20 Lokalitäten der Stadt. Zwischen Tischen und Stühlen servieren sie den Gästen hier große Stücke in kleinen Happen.

Kulturelles und gesellschaftliches Highlight ist das Theaterfest. Bis in die frühen Morgenstunden laben sich die Gäste an einem Galaprogramm mit Künstlern aller Sparten, an einem exquisiten Büffet und an Musik und Tanz in allen Sälen.

Im Sommer lädt die Staatskapelle in der Open-Air-Konzertreihe MeckProms zum Picknick in einige der schönsten Gärten des Landes ein.

Schlossfestspiele Schwerin des Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin

Mecklenburgische Staatstheater mit den Schlossfestspielen

Hass und Liebe, Eifersucht und Edelmut – für so große Gefühle kann die Kulisse gar nicht groß genug sein. Schwerins kunstverliebte Mitte bietet jedenfalls genau den richtigen Rahmen für opulente Opern. Zwischen Schloss, Galerie, Theater und See begeistern die Schlossfestspiele Schwerin alljährlich zehntausende Besucher. Was 1993 als Geheimtipp unter Opernliebhabern begann, hat sich nicht nur im Kultursommer des Nordens einen festen Platz erobert, sondern auch im Spitzenfeld der international renommierten Opernfestivals. Ein hinreißend schöner Platz, ein international besetztes Solistenensemble, große Chöre, spektakuläre Bühneneffekte und über allem der weite mecklenburgische Sternenhimmel sorgen für unvergessliche Theaterabende. Auf ergreifende Weise schwingt in den romantischen Inszenierungen zudem Schwerins großherzogliche Vergangenheit mit.

Viele Gäste schauen aber auch gern über den Bühnenrand hinaus. Sie buchen vor der Aufführung ein Abendessen in der Nähe, eine Rundfahrt über den Schweriner See oder eine Führung durch die Altstadt. Manche bleiben auch ein paar Tage, durchstreifen das grandiose Schloss und die 1000-jährige Landesgeschichte, bummeln durch die prächtigen Gärten und die herzogliche Kunstsammlung, besichtigen den himmelhohen Dom und die kleinen Galerien rund um den Markt.

via: Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Mecklenburgische Staatstheater Schwerin

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