Emil Noldes Blumenbilder

Am Donnerstag den, 10. Oktober 2013 um 20 Uhr bei der Kunstreihe „Deutsche Malerei I-III“ wird der Maler und bedeutende Expressionist Emil Nolde durch den Kunsthistoriker Prof. Dr. Joachim Skerl im Grand Hotel Heiligendamm vorgestellt.

Das Werk Noldes umfasst unzählige Naturbilder, die bis heute durch ihre Einmaligkeit und Leuchtkraft faszinieren. Im ersten Vortrag werden die berühmten Blumenbilder Noldes vorgestellt. In einem zweiten Vortrag am 7. Dezember 2013 um 17 Uhr geht es um sein Spätwerk: die religiösen Bilder Noldes, die er selbst als seine Besten bezeichnet hat. Im dritten Vortrag (Termin im Februar) wird es um die Darstellung der Landschaft, insbesondere das Meer, gehen, das ebenso ein zentrales Motiv im Werk des Expressionisten war.

Teil I: Emil Noldes Blumenbilder. Die Reinheit der Farben

Christie?s versteigert Emil Noldes "Mohn"

Der bedeutende Expressionist Emil Nolde, 1867 geboren, wuchs in Norddeutschland auf. Hier offenbarten sich dem Maler seine große Themen: Blumen, Meer und Landschaft. In Aquarellen, wie auch in Ölgemälden und einer Vielzahl grafischer Techniken sowie Skulptur beweist Emil Nolde seine Faszination für die Natur und insbesondere für Blumen. In seinen Blumen-Aquarellen realisierte Emil Nolde seine Vorstellung von der Musikalität und der absoluten Wirkung der Farben, ohne die Bindung an die Natur zu verlieren. Über die Bedeutung der Farbe für sein Werk schreibt der Maler so:„ Ich liebe die Musik der Farben … Die Farben sind meine Noten, mit denen ich zu- und gegeneinander Klänge und Akkorde bilde.

Emil Nolde (1867–1956) gilt als einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. Nach einer Ausbildung zum Holzschnitzer und dem Verkaufserfolg einer Postkartenserie, war es ihm möglich, freier Maler zu werden. Emil Nolde unternahm Studienreisen, u. a. nach Paris, und nahm danach Abstand vom romantischen Naturalismus. Seine frühen, farbig leuchtenden Blumenbildern ab 1905 läuten die Befreiung der Farbe ein. Kurzzeitig schloss er sich der Künstlervereinigung „Brücke“ in Dresden an. In seinen Bildern steigert sich in den folgenden Jahren die Farbe zu höchster Leuchtkraft. Emil Nolde war im Dritten Reich als entarteter Künstler verfemt und erhielt 1941 Malverbot. In dieser Zeit sind seine „Ungemalten Bilder“ entstanden, etwa 1300 Aquarelle, die zu seinen bedeutendsten Werken zählen.

Joachim Skerl, geboren 1933 in Forst/Lausitz, studierte Kunstgeschichte an der Martin Luther Universität in Halle und Architekturan der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Von 1973 bis 1991 lehrte und leitete er die „Fachschule für Angewandte Kunst“ in Heiligendamm. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts (Promotionsthema) und die Geschichte des ersten deutschen Seebads, insbesondere die Bauhistorie. Im Hinstorff Verlag sind drei Publikationen von ihm erschienen: „Heiligendamm“, 2001 mit Bildern von Thomas Grunder, „Schlösser und Gärten in Mecklenburg-Vorpommern“, 2003 mit Bildern von Thomas Grunder, und „Kloster Doberan“, hrsg. vom Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e.V., mit Texten von Joachim Skerl und Bildern von Thomas Grundner. Seit 2009 hält er im Grand Hotel Heiligendamm regelmäßig Vorträge zur Entstehungsgeschichte des ersten deutschen Seebads und seine bauhistorische Bedeutung für die Bäderarchitektur in Deutschland.

Beginn: 20.00 Uhr
Einlass: 19.30 Uhr

Für unsere Hausgäste ist die Veranstaltung kostenfrei. Externe Gäste empfangen wir gern für EUR 5 pro Person (zzgl. 10% bei Kartenkauf am Veranstaltungstag). Wir freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen und nehmen Ihre Reservierung gern unter der Telefonnummer 038203 740-1910 oder per E-Mail an concierge@grandhotel-heiligendamm.de entgegen.

Emil Noldes Blumenbilder

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