Emil Noldes religiöse Bilder, ein Vortrag im Grand Hotel Heiligendamm

Emil Noldes religiöse Bilder, ein Vortrag von Prof. Dr. Joachim Skerl  am 7. Dezember 2013 um 17 Uhr im Grand Hotel Heiligendamm.

 

Gott in mir, heiß und heilig wie die Liebe Christi

Deutsche Malerei I-III: Emil Nolde
In der Kunstreihe Deutsche Malerei I-III wird der Maler und bedeutende Expressionist Emil Nolde durch den Kunsthistoriker Prof. Dr. Joachim Skerl vorgestellt. Das Werk Noldes umfasst unzählige Naturbilder, doch in seinem Spätwerk offenbart sich dem Maler ein neues Thema: die Religionsgeschichte.

Teil II: Emil Noldes religiöse Bilder

Die biblischen Gemälde und Legendenbilder bezeichnete der Maler selbst als den Höhepunkt seines Schaffens. Weit über 50 Gemälde schuf Nolde zu diesem Thema – diese sind ein Rekurs auf seine frühe Bibellektüre aus der Jugendzeit. Die Bildhaftigkeit dieser Geschichten faszinieren wie in „Maria Aegyptiaca“ und umfassen u.a. dann auch Bilder-Zyklen um die Legende der heiligen Maria von Ägypten. Religiöses Empfinden und Geistigkeit erzeugen die Bildmächtigkeit eines ganz persönlichen, phantastischen Eindruckes des expressionistischen Malers.

Emil Nolde (1867–1956) gilt als einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. Nach einer Ausbildung zum Holzschnitzer und dem Verkaufserfolg einer Postkartenserie war es ihm möglich, freier Maler zu werden. Er unternahm Studienreisen und nahm danach Abstand vom romantischen Naturalismus. Seine frühen, farbig leuchtenden Blumenbildern ab 1905 läuten die Befreiung der Farbe ein. Kurzzeitig schloss er sich der Künstlervereinigung „Brücke“ in Dresden an. In seinen Bildern steigert sich in den folgenden Jahren die Farbe zu höchster Leuchtkraft. Nolde war im „Dritten Reich“ als entarteter Künstler verfemt und erhielt 1941 Malverbot. In dieser Zeit sind seine „Ungemalten Bilder“ entstanden, etwa 1300 Aquarelle, die zu seinen bedeutendsten Werken zählen.

Joachim Skerl, geboren 1933 in Forst/Lausitz, studierte Kunstgeschichte an der Martin Luther Universität in Halle und Architektur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Von 1973 bis 1991 lehrte und leitete er die „Fachschule für Angewandte Kunst“ in Heiligendamm. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts (Promotionsthema) und die Geschichte des ersten deutschen Seebads, insbesondere die Bauhistorie. Im Hinstorff Verlag sind drei Publikationen von ihm erschienen: „Heiligendamm“, 2001 mit Bildern von Thomas Grunder, „Schlösser und Gärten in Mecklenburg-Vorpommern“, 2003 mit Bildern von Thomas Grunder, und „Kloster Doberan“, hrsg. vom Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e.V.,  Text von Joachim Skerl und mit Bildern von Thomas Grundner. Seit 2009 hält er im Grand Hotel Heiligendamm regelmäßig Vorträge zur Entstehungsgeschichte des ersten deutschen Seebads und seine bauhistorische Bedeutung für die Bäderarchitektur in Deutschland.

Beginn: 17 Uhr
Einlass: 16.30 Uhr

Für unsere Hausgäste ist die Veranstaltung kostenfrei. Externe Gäste empfangen wir gern für EUR 5 pro Person (zzgl. 10% bei Kartenkauf am Veranstaltungstag). Wir freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen und nehmen Ihre Reservierung gern unter der Telefonnummer 038203 740-1910 oder per E-Mail an concierge@grandhotel-heiligendamm.de entgegen.

Emil Noldes religiöse Bilder, ein Vortrag im Grand Hotel Heiligendamm

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