Einmal Leuchtturm und zurück – durch den Darßer Urwald zum NATUREUM

Das Meer fasziniert seit jeher die Menschen. Diese Faszination erlebbar zu machen, diesem Auftrag hat sich das DEUTSCHE MEERESMUSEUM Stralsund verschrieben. An vier Museumsstandorten tauchen die Besucher in ganz unterschiedliche Erlebniswelten ein. Eines gemein ist allerdings allen vier Museen: sie zeichnen sich jeweils durch eine außergewöhnliche Lage in nicht alltäglichen Domizilen aus.

So spiegelt sich die Vorliebe für besondere Museumsstandorte auch beim NATUREUM wieder. Seit 1991 betreibt das Deutsche Meeresmuseum direkt am Leuchtturm Darßer Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ein Naturkundemuseum. Das NATUREUM befindet sich in der Kernzone des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft“ unweit vom Darßer Weststrand. Damit liegt das NATUREUM in einer der schönsten Küstenregionen Deutschlands aufgrund der ursprünglichen Natur. Vor der politischen Wende 1989 war das Areal um den Leuchtturm Darßer Ort militärisches Sperrgebiet und somit nicht zugänglich – der Turm mit eingeschlossen.

Seit 1995 kann der 1848 erbaute Leuchtturm wieder bestiegen werden. Nach 134 Treppenstufen und bei günstigen Wetterverhältnissen wird man mit einem fantastischen Ausblick auf die Ostsee und die Darßer Landschaft belohnt. An manchen Tagen tauchen am Horizont sogar die dänischen Inseln Falster und Mön auf. Eine Prise würziger Ostseeluft gibt es übrigens gratis dazu. Der 160 Jahre alte und 34 Meter hohe „Backsteinriese“, der noch in Betrieb ist, wurde kürzlich einer äußerlichen Überholung unterzogen. Dabei wurde das Mauerwerk ausgebessert, so dass die denkmalgeschützte Fassade nun wieder im neuen alten Glanz erstrahlt.

Bereits die etwa 5 km lange autofreie Strecke durch den Darßer „Urwald“ ist ein beeindruckendes Erlebnis. Per Fahrrad, Pferdekutsche oder zu Fuß erlebt man „Natur pur“ auf den schönen Wanderwegen bis zum NATUREUM, wenn man Augen und Ohren offen hält. Je nach Jahreszeit begleiten den Naturliebhaber das Vogelgezwitscher und stetige Rauschen des Windes in den Baumkronen. Wenn sich schließlich nach einer guten Stunde der Wald allmählich lichtet und unvermittelt der Leuchtturm auftaucht, verstärkt sich die freudige Erwartung im Hinblick auf Museumsbesuch und Turmbesteigung.

Ein ehemals als Stall genutztes Gebäude beherbergt heute drei Aquarien mit ca. 20 000 Litern Salzwasser, in denen Meeresbewohner aus der Ostsee leben. Im ehemaligen Leuchtturmwärterhaus befinden sich auf drei Etagen Ausstellungen zum Naturraum Darßer Ort, zur Ostseeküste und der damit verbundenen Küstendynamik. Besonders faszinierend ist das nachgestellte Szenario „Darßwald bei Nacht“ mit präparierten dämmerungsaktiven Waldbewohnern der Darßer Landschaft im Kellergeschoss des Gebäudes. Die liebevoll in Szene gesetzten Exponate und informativen Texte geben interessante Einblicke in die reizvolle Darßregion. Ergänzt wird die Dauerausstellung von einem Strand- und Dünengarten und einem Feuchtbiotop im Außenbereich.

Nach dem Rundgang bietet sich ein Besuch im Museumscafé am Leuchtturm, das dem NATUREUM angeschlossen und den Museumsgästen vorbehalten ist, geradezu an. Anschließend kann man gestärkt den Rückweg durch den Darßwald antreten – per Rad, per Pedes oder Kutsche. Zuvor sollte man jedoch unbedingt einen Abstecher zum Darßer Weststrand einplanen. Und vielleicht findet sich sogar ein Stück Bernstein zur Erinnerung an ein einzigartiges Urlaubserlebnis für zu Hause.

Für einen Kurzurlaub auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst rechtzeitig eine Übernachtung in einem Luxushotel buchen.

Foto: © Johannes-Maria Schlorke
via: www.ozeaneum.de

Einmal Leuchtturm und zurück – durch den Darßer Urwald zum NATUREUM
Markiert in:                                             

Kommentar verfassen

Google+ Twitter Facebook