Abenteuerlich: Züge, Pferde, heiße Öfen

Alle Radwege in Mecklenburg-Vorpommern komplett abzufahren würde ohne Pause vermutlich mehrere Monate dauern. Familien können sich also geradezu austoben auf 2.300 Kilometern Fern- und 5.500 Kilometern Rundwegen zwischen Kap Arkona und Mirow, von Schönberg bis Heringsdorf, vorbei an gelben Rapsfeldern und imposanten Steilküsten, herum um romantische Seen oder hinein in gewaltige Buchenwälder. Per Pedal kann man auch auf den Draisinen vorankommen, die sich auf über 50 Kilometern stillgelegten Bahnstrecken durch den Nordosten schlängeln.

Es geht auch in echten Erlebniszügen. Auf 40 Kilometern dampfen historische Schmalspurbahnen wie der Molli sowie der Rasende Roland. Neben Dampfrössern gehören auch lebende Rösser zu beliebten Fortbewegungsmitteln. Auf dem Rücken der Pferde können Eltern und Kinder ihr Glück auf 6.200 Kilometern Reit- und Fahrwegen finden. Es locken 14 Kletterwälder, 14 Spaßbäder und weitere Erlebnispartner.

Das Abenteuer der Ferne ist vor Ort
Outdoor vom Feinsten bietet Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem Großstädter können hier eins mit der Natur werden, und das nicht nur beim Camping. In den 14 Kletterwäldern des Landes kann sich die ganze Familie wie Urwaldmenschen durch Bäume hangeln, wie Tarzan an Lianen hängen oder – beispielsweise auf Usedom – in 13 Meter Höhe in der Luft baumeln. Norddeutschlands größter Kletterwald liegt direkt am Ostsee-Strand in Markgrafenheide. Auf Rügen kann mit Stirnlampe im Schatten der Nacht die Baumkrone erklommen werden. Alle Kletterwälder Mecklenburg-Vorpommerns sind zu finden unter www.auf-nach-mv.de/outdoor.

Das Abenteuer auf vier Rädern heißt heute Quad. Diese kleinen Geländeflitzer holpern über Stock und Stein. Geführte Quad-Touren mit Profis kann man in der Feldberger Seenlandschaft und auch an der Ostseeküste buchen. Quad-Fahrten werden ganzjährig angeboten. Im Frühling und Sommer ist es die Sonne, die einheizt, im Herbst sind Winde und im Winter oft der Schnee, der die Tour zum Abenteuer macht. Nicht nur an frischer Luft, auch in großen Hallen, lässt sich abenteuerlich Ferien machen. Die Indoor-Spielplätze in Mecklenburg-Vorpommern sind perfekt zum Toben und Spaß haben. Riesenklettergerüste, Rutschen, Trampoline, Kletterwände, Pirateninseln und Mini-Go-Karts stehen bereit, selbst Kindergeburtstage lassen sich hier gut feiern. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/familie

Nicht nur an den 1.900 Kilometern Strand oder den 2.000 Seen. Die 14 Erlebnis- und Spaßbäder garantieren rasante Rutschen, Sprungtürme, Strömungskreisel, Bodensprudler, Wellenbäder und Massagedüsen. Aqua-Fitness, Babyschwimmen und Kinder-Schwimmkurse stehen zur Auswahl. Einige der Bäder bieten auch Familientage an. Alle Bäder im Internet unter www.auf-nach-mv.de. Kinder können in Mecklenburg-Vorpommern wie ihre Eltern auch auf Wellness-Trip gehen, nur anders. Viele Hotels haben fantasievolle und wirksame Entspannungsprogramme. Auf Usedom lockt eine Nutella-Maske mit Smarties in den Wellness-Bereich des Travel Charme Strandhotels in Bansin. Im Arkona Strandhotel im Ostseebad Binz auf Rügen regnet es im Gummibärchenbad Badekonfetti. Kinder fühlen sich wie im Schlaraffenland, wenn sie dazu in ein nach Kaugummi duftendes Bad steigen. Bei Allergien oder Asthma bietet die Salzoase im Ostseebad Warnemünde Linderung beim Buddeln und Schaufeln im heilenden Salz.

Coole Museen und heiße Öfen
Wer seinen Kindern neben Spaß auch noch Bildung bieten möchte, ist in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls bestens bedient. Moderne Museen bieten Expeditionen durch die Natur. Zum Beispiel das Ozeaneum in Stralsund, das Darwineum mit dem Rostocker Zoo und das Müritzeum in Waren. Im Natur- und Umweltpark Güstrow sind nachts nicht nur alle Katzen grau, sondern auch alle Wölfe auf geheimnisvollen geführten Wolfstouren. Mit Mimi und Krax geht es auf Zeitreise durch das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf der Insel Rügen. Im Experimentarium im Ostseeheilbad Zingst wird der Wissensdurst der kleinen Forscher durch Ausprobieren gestillt. Das Eisenbahnerlebniszentrum Pasewalk lässt Eisenbahnfans staunen. Jede Menge Technik und Modelle sowie Fahrten im Nostalgiewagen oder auf einer Draisine sind möglich. Draisine ist nicht gleich Draisine. Hier zeigt Mecklenburg-Vorpommern Erfindergeist. Zwischen Karow und Borkow (23 Kilometer) sowie Waren und Schwinkendorf (13 Kilometer) geht es neuerdings auch elektrisch auf den neuesten E-Draisinen, die seit Juni 2012 im Einsatz sind. Der unterstützende Elektroantrieb schaltet sich je nach Bedarf zu und verhilft der Familie zu einer angenehmen Pause, in der man dennoch vorankommt und die wunderbare Landschaft genießen kann. Ausleihstation gibt es am Warener Bahnhof oder an der ehemaligen Damerow-Kaserne zwischen Karow und Goldberg. Bis 14. Oktober 2012 dauert auch die Saison auf der Draisinen-Strecke Dargun – Salem. Über 17 Kilometer geht es hier voran. Auf Draisinen hat eine vierköpfige Familie bequem Platz. Der Picknickkorb, der Kinderwagen oder das Fahrrad können auch noch mit. Mehr Informationen zu den Angeboten per Muskelkraft durch die Mecklenburger Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz: www.naturpark-draisine.de und www.draisine-mecklenburg.de.

Echte Eisenbahnen faszinieren die Generationen heute wie vor 120 Jahren als die Schmalspurbahnen in Mecklenburg-Vorpommern auf ihre ersten Reisen gingen. Die Rügensche Bäderbahn, bekannt als Rasender Roland, dampft täglich auf 750 Millimeter Spurweite von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. An 100 Tagen im Jahr fährt sie zusätzlich von Lauterbach Mole ab. Der Rasende Roland fährt mit 30 km/h über 24 Kilometer über die Insel Rügen. Sein größerer und etwas älterer Bruder, der Molli, dampft auf einer Spurbreite von 900mm von Bad Doberan nach Kühlungsborn, das sind 15,4 Kilometer. Wochenende für Wochenende ist auch die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn auf fast drei Kilometern zwischen Schwichtenberg und Uhlenhorst unterwegs. Bis 5. September zusätzlich auch mittwochs ab 13:30 Uhr nach Bedarf. Der Verein des Museumsdorfes Schwichtenberg bei Friedland hatte der alten Bahn 1999 wieder auf die 600-Millimeter-Spur verholfen. Im Jahr 2014 soll eine vierte Kleinbahn wiederbelebt werden: der Klützer Kaffeebrenner in der Region Grevesmühlen.

Paradies für Fans von Zuchtpferden und Drahteseln
Mecklenburg-Vorpommern genießt bereits seit mehr als 200 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Pferdeland. Das erste Rennen mit Vollblutpferden gab es 1822 auf Deutschlands ältester Galopprennbahn in Bad Doberan. Schon zehn Jahre zuvor hatte Großherzog Friedrich Franz I. das Landgestüt Redefin nahe Ludwigslust gegründet. Bis heute ein Schauplatz für Hengstparaden, anspruchsvolle Turniere und die beliebten Pferde-Picknick-Sinfoniekonzerte. Europaweit einen Namen hat sich auch das erst 1962 gegründete Gestüt Ganschow bei Güstrow gemacht, das seine Besucher zu Stutenparaden empfängt: www.gestuet-ganschow.de, landgestuet-redefin.de. Mehr als 2.500 Züchter, 8.500 registrierte Reiter, Fahrer, Voltigierer und mehr als 10.000 Pferdefreunde befassen sich im Küstenland auf verschiedenste Art und Weise mit über 20.000 hier beheimateten Warm- und Kaltblütern. Für den Urlaub auf oder nahe einem der 300 Reiterhöfe ist Mecklenburg-Vorpommern ein Paradies. 6.200 Kilometer Reit- und Fahrwege stehen zur Auswahl. Im Gestüt Ganschow oder im Gut Dalwitz in der Mecklenburgischen Schweiz können sich Familien Ferienwohnungen mieten. Beim Aufwachen das Wiehern und die Huftritte einer Pferdeherde zu hören, Kraniche, junge Schwäne und Wildgänse bei Sonnenuntergang zu beobachten, ist für die gesamte Familie ein Erlebnis. Kinder haben auf dem Gestüt die Möglichkeit, das Reiten zu erlernen. Eine Broschüre „Reiturlaub in Mecklenburg-Vorpommern“ enthält weitere Informationen. Zu bestellen beim Landestourismusverband unter der Telefonnummer 0381 40 30 500.

Eine der beliebtesten Radreiseregionen ist Mecklenburg-Vorpommern, 2011 ausgezeichnet vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Fast 8.000 Kilometer Fern- und Rundwege waren es 2012. Jährlich kommen neue Radstrecken hinzu. Auf sieben Radfern-, 21 Radrundwegen und 40 Tagestouren können Radler das Land entdecken. Vor allem Touren auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst oder in der hügeligen Mecklenburgischen Schweiz sind beliebt. Städte wie Rostock bieten unter dem Motto „FahrRad durch die grüne Stadt“ von Mai bis September eine dreistündige Stadtführung an. Rund um die Schweriner Seenlandschaft können Familien genauso entspannte wie faszinierende Radtouren unternehmen wie um die Müritz herum. 68 abwechslungsreiche Touren sind in der Broschüre „Mit dem Rad durch den Norden“ des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern beschrieben. Kataloge, Informationen und Buchung ganzer Rad-Urlaube: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: +49 381 40 30 500, www.auf-nach-mv.de/radwandern

Nicht nur per Rad, auch per Pedes kann Mecklenburg-Vorpommern erkundet werden. Wandern im „ErlebnisReich Natur“ heißt die Broschüre, in der 21 Wanderwege und viele Rundtouren zu Steilküsten, durch dichte Buchenwälder der drei Nationalparke oder zu geheimnisvollen Mooren führen. Eine interaktive Karte hilft die richtige Tour zu finden unter www.auf-nach-mv.de/wandern. Geeignete Wanderwege für Familien, zum Beispiel den Erlebnispfad in Dargun sind ebenfalls im Internet unter www.auf-nach-mv.de/wandern/kurztouren verzeichnet.

Abenteuerlich: Züge, Pferde, heiße Öfen

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