24. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Die 24. Festspiele Mecklenburg-Vorpommern können auf eine positive Saison mit zahlreichen Besucherrekorden zurückblicken. Insgesamt besuchten rund 67.000 Gäste die 117 Veranstaltungen, die damit im Schnitt zu 88 Prozent ausgelastet waren (2012: 82 Prozent).

67.000 Zuschauer besuchten 24. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in der St. Georgen Kirche Wismar

Mit einem stimmungsvollen Konzert in der St.-Georgen-Kirche in Wismar ging vor rund 800 Besuchern die 24. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu Ende. Begleitet von der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Lawrence Foster spielte der Preisträger in Residence Matthias Schorn das Klarinettenkonzert „ego eimi“ seines österreichischen Landsmanns Herbert Willi. Obwohl mit 117 Veranstaltungen rund 10 weniger als im Vorjahr angeboten wurden, liegt die Besucherzahl mit rund 67.000 Gästen um 1.000 höher als 2012. Entsprechend stieg auch die Auslastung: 87 der 117 Veranstaltungen waren ausverkauft, die Gesamtauslastung lag bei 88 Prozent (2012: 82 Prozent).

Intendant Dr. Matthias von Hülsen sagte:„Es war die letzte Festspielsaison, die ich zu verantworten hatte und zusammen mit Daniel Hope gestalten konnte. Und sie stand unter einem besonders glücklichen Stern. Der geniale Klarinettist und Vollblutmusikant Matthias Schorn hat unser Festspielland als Preisträger in Residence im wahrsten Sinne des Wortes ‚gerockt‘. Ob als Solist, Dirigent, Kammer- oder Volksmusiker, er hat uns alle mit seiner Virtuosität und seinem alpenländischen Charme diesen ganzen herrlichen Sommer lang in Begeisterung versetzt. Ob zusammen mit seinen Freunden, unseren anderen Preisträgern oder zusammen mit unserem Künstlerischen Direktor Daniel Hope, immer war er der strahlende Mittelpunkt, bis hin zu dem absoluten Höhepunkt meiner Intendanz-Jahre, dem ‚Konzert aller Konzerte‘ der Wiener Philharmoniker in Redefin. Ich danke allen, die zum Erfolg dieser fulminanten Saison und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern beigetragen haben und es auch weiter tun werden! Für die kommende Saison unter meinem Nachfolger Dr. Markus Fein kann ich Ihnen schon jetzt versprechen, dass er absolut grandiose Pfeile in seinem Programmköcher bereithält.

Finanzministerin Heike Polzin würdigte die Verdienste von Dr. Matthias von Hülsen in diesem Jahr und seiner Zeit als Intendant und resümierte: „Ein besseres Abschlussjahr für Matthias von Hülsen hätte es nicht geben können.“ Außerdem konnte sie eine weitere frohe Botschaft verkünden: „Die Million ist geschafft! Durch die großzügige Zustiftung einer Privatperson in dieser Woche liegen die privaten Zustiftungen für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern-Stiftung nun bei über 1 Million Euro. Die gleiche Summe stiftet das Land, so dass das Stiftungskapital jetzt zwei Millionen Euro beträgt. Auch wenn die Zinsen zurzeit niedrig sind: Mit diesem Grundkapital kann die Zukunft der Festspiele langfristig gesichert werden.“ Bei Gründung der Stiftung im Jahr 2010 hatte das Land Mecklenburg-Vorpommern zugesagt, im Rahmen eines sogenannten Matching Fonds jeden privat gestifteten Euro bis zur Höhe von einer Million zu verdoppeln.

 

        Preisträger in Residence Matthias Schorn begeisterte

In mehr als 20 Konzerten begeisterte der Preisträger in Residence Matthias Schorn das Publikum mit seiner Virtuosität und Vielfalt als Kammer- und Volksmusiker, Dirigent und Solist. Mit Freunden aus aller Welt zeigte er dem Publikum in seiner Reihe „Schorny spielt auf“ den Reiz der auf höchstem Niveau gespielten Volksmusik und sorgte beim Preisträger- und beim Friends-Projekt für Sternstunden der Kammermusik. Als Solist sorgte er u. a. für den absoluten Höhepunkt der Saison, als er mit den Wiener Philharmonikern unter Maestro Lorin Maazel in der bis auf den letzten Platz besetzten Reithalle auf dem Landgestüt Redefin auftrat.

 

        „Junge Elite“ und Weltstars, Musik „aus MV“ und „Fokus Wasser“

In der Reihe „Fokus Wasser“ widmeten sich Spitzensänger wie die Sopranistin Annette Dasch und der Festspielpreisträger Nikolay Borchev diesem Thema. Tan Duns „Ghost Opera“ und die Uraufführung von Fazil Says Klavierkonzert „Water“ mit ihm als Solisten machten Inspiration des Elements auf Komponisten erlebbar. Musik „aus MV“ mischte sich mit Festspielpreisträgern, als z. B. der Rostocker Motettenchor mit Sebastian Küchler-Blessing (Orgel), die Neubrandenburger Philharmonie mit dem Cellisten Gabriel Schwabe und das Landesjugendorchester MV mit dem Geiger Philipp Bohnen auftrat. Hochkarätige Festspielpreisträger wie Daniel Hope, Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Li-Wei Qin, Jonathan Gilad oder das Doric String Quartet sorgten ebenso für volle Häuser wie die Klangkörper des NDR, die Academy of St Martin in the Fields, das Australian Youth Orchestra und der Thomanerchor oder Weltstars wie Christoph Eschenbach, Joshua Bell, Martin Stadtfeld, Sol Gabetta und Rudolf Buchbinder. Mehr als 30 vielversprechende Ensembles und Einzelmusiker bewarben sich in der Nachwuchsreihe „Junge Elite“ um die Festspielpreise, deren Preisträger die Festspiele MV im Herbst bekannt geben.

 

        Ausblick

Und auch nach der Saison geht es spannend weiter: Zum Ende des Jahres übergibt Intendant Dr. Matthias von Hülsen die Leitung des Festivals an Dr. Markus Fein, der als designierter Intendant bereits das Programm für die kommende Sommersaison vorbereitet. Zum Ende des Jahres wird auch Daniel Hope als Künstlerischer Direktor der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ausscheiden. Er will sich neuen Aufgaben widmen, wird aber als Festspielpreisträger der ersten Stunde immer wieder für Konzerte nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehren.

Am 25. September 2013 startet der Vorverkauf für den 3. Festspielfrühling Rügen, der unter der Künstlerischen Leitung des Fauré Quartetts vom 14. bis 23. März 2014 auf Deutschlands größter Insel stattfindet. Für die Adventskonzerte im Schloss Ulrichshusen und im ehemaligen Pferdestall des Gutshauses Stolpe (bei Anklam) an den ersten drei Adventswochenenden und für die Neujahrskonzerte am 4. und 5. Januar 2014 im Schloss Ulrichshusen mit Matthias Schorn und Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, dem Theophil Ensemble Wien, läuft der Vorverkauf bereits.

 

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