Haikutter-Regatta: Zieleinlauf auf hoher See

Windstärke 3-4 herrschte in Nysted/Dänemark beim Start der 2. Haikutter-Regatta. Die 13 an den Start gegangenen Fischereifahrzeuge sowie die spontan angetretene Postyacht „Hiorten“ konnten die ersten der 32 Seemeilen nach Rostock unter Segeln zurücklegen.

Doch auf hoher See ließ der Wind nach. Nach einiger Zeit sehr langsamen Vorankommens reagierte Regatta-Leiter Finn Hermanssen. Das Feuerlöschboot sowie die „Elbe 1“ bildeten etwa 12 Seemeilen vor Warnemünde eine Ziellinie auf hoher See. Als erster Haikutter überquerte gegen 17.30 Uhr die „Carmelan“ (D) die provisorische Markierung. Die weiteren Platzierungen werden morgen auf www.hansesail.com bekannt gegeben. Nach der Flaute wurden nun Böen bis Windstärke 9 angekündigt, weswegen die Schiffe schleunigst ihre Motoren anwarfen. Gegen 20.00 Uhr werden sie in Warnemünde, gegen 21.00 Uhr im Stadthafen erwartet.
Die Haikutter-Regatta verkörpert in hohem Maße die Idee der Traditionssegelschifffahrt: Aufwändig werden die alten Fahrzeuge von Vereinsmitgliedern und Privatpersonen rekonstruiert und erhalten. Es wird geschätzt, dass über 8.000 dieser ehemaligen Fischereifahrzeuge am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Ihrer Konkurrenz waren sie dadurch überlegen, dass sie es sowohl auf eine höhere Geschwindigkeit brachten, aber auch durch bauliche Finessen die Fangtechnologie deutlich beschleunigen konnten. Schiffe aus Deutschland, Schweden und Dänemark beteiligten an der Auftakt-Veranstaltung der Hanse Sail.

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