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Allgemein 

Physik im Circus Fantasia in Rostock

Alles eine Frage des Schwerpunkts

Wer weiter und höher springen will, muss hart trainieren und über eine ausgefeilte Technik verfügen. Doch diesem Können sind Grenzen gesetzt. Höher als sechs Meter ist bislang niemand, auch nicht mit Hilfe eines High-Tech Hochsprungstabes, gesprungen. Warum eigentlich nicht? Aber auch im ganz normalen Familienalltag beachten wir die Regeln, die uns die Natur vorgibt. Wenn wir ein Kind über unseren Kopf heben wollen, fassen wir es nicht an der Schulter an sondern eher im Bereich des Bauchnabels. Was steckt dahinter und haben diese Beispiele möglicherweise etwas miteinander zu tun?

Dr. Josef Tiggesbäumker vom Institut für Physik der Universität Rostock kennt die natürlichen Grenzen sportlicher Höchstleistungen. Bei seiner Schauvorlesung im Rahmen der Familien-Uni im Circus Fantasia im Stadthafen Rostock erklärt er unter tatkräftiger Mithilfe seiner Gäste, welche Mechanismen wirken. Im Zentrum seiner Betrachtungen steht ein wichtiges physikalisches Konzept, das in der Natur an vielen Stellen wirkt und beispielsweise beim Hochsprung eingesetzt wird, um größte Höhen zu überwinden. Letztendlich ist „Alles eine Frage des Schwerpunkts“. Ausführliche Erklärungen werden natürlich erst in seiner Vorlesung am 14. Juni 2014  um 14 Uhr im Circus Fantasia (im Stadthafen) gegeben und durch spannende  Versuche untermauert.

Als Experimentalphysiker gewinnt Dr. Tiggesbäumker Erkenntnisse im Bereich mikroskopisch kleiner Teilchen. Auch wenn er dort mit ultramodernen Lasersystemen arbeitet, sind solche Veranstaltungen für ihn ein willkommener Anlass, die aktuelle Forschung für einen kurzen Moment links liegen zu lassen und naturwissenschaftlich Interessierten physikalische Phänomene näher zu bringen. „So trocken, wie man die Physik immer wahrnimmt ist sie gar nicht, sondern vielmehr spannend und amüsant.“ Wissenschaft zum anfassen nebst Aha-Effekten inklusive.

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